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Wissenschaftlich belegt: Mens sana in corpore sano

Bildung für eine bessere Gesundheit

Gesundheit ist das höchste Gut. Bildung folgt, auch in der öffentlichen Wahrnehmung, auf einem Rang deutlich dahinter. Dabei sind beide Aspekte unseres Lebens eng miteinander verknüpft. Bildung und Gesundheit gehen gewissermaßen Hand in Hand. Studien haben bewiesen: Eine solide (Aus-)Bildung ist die beste Grundlage für ein gesundes und langes Leben. Oder: Mens sana in corpore sano.

Die gesundheitliche Ungleichheit

Der Zusammenhang zwischen Bildung und Gesundheit wird bereits seit Jahren immer wieder beleuchtet. Eine der Institutionen, die sich dem Thema widmen, ist die Bertelsmann Stiftung. Sie hat die „Folgen unzureichender Bildung für die Gesundheit“ unter anderem 2012 im Rahmen einer Studie aufgezeigt. Schon der erste Satz des Vorwortes lässt keine Zweifel an der Gesamtaussage: „Menschen mit niedriger Bildung sind zumeist kränker und sterben deutlich früher als Menschen mit höherem Bildungsstand.“

Dieser Fakt lässt sich auch in Zahlen ausdrücken. Ein 45-jähriger Mann mit Fachabitur lebt demnach fünf Jahre länger als ein gleichaltriger Mann mit Hauptschulabschluss oder ohne Bildungsabschluss. In der wissenschaftlichen Debatte spricht man von der „gesundheitlichen Ungleichheit“, bei der neben der Bildung auch das Alter und Geschlecht eine nicht unerhebliche Rolle spielen.

Mehr Bildung für eine bessere Gesundheit

Die Forderung der Bertelsmann-Stiftung nach mehr Bildung aus dem Jahr 2012 ist auch heute nach wie vor aktuell. Dazu reicht ein Blick auf den Datenreport 2016 der Bundeszentrale für politische Bildung. Auch hier wird unmissverständlich darauf verwiesen, dass Menschen mit geringer Bildung häufiger krank sind, ein höheres Risiko für funktionelle Einschränkungen haben und öfter unter körperlichen Schmerzen leiden.

Bildung zählt somit zu den elementaren Bausteinen eines gesunden Lebens, und das unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft. Deshalb sind die Folgen mangelnder oder fehlender Bildung so gravierend. Betroffenen sind nicht nur einzelne Personen. Die gesundheitliche Ungleichheit ist längst auch ein gesellschaftliches Problem. Unzureichende Bildung belastet das Gesundheitssystem, vor allem aufgrund der enormen Folgekosten. Im Umkehrschluss heißt das: An der Bildung zu sparen, ist teuer.

Der Staat ist in der Pflicht

Deutlich werden die Bildungs-Unterschiede auch, wenn es um das Wissen zur (eigenen) Gesundheit geht. Menschen mit Bildungshintergrund sind im Bezug auf Krankheiten und Vorsorgemaßen wesentlich besser informiert. Damit können sie im Fall der Fälle auch schneller und vor allem richtig reagieren, etwa bei einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt.

In der Pflicht, dem Ungleichgewicht den Kampf anzusagen, sind mehrere Akteure. Allen voran der Staat, der dafür Sorge zu tragen hat, dass jeder Zugang zu Bildung und Bildungsmaßnahmen hat. Das fängt bereits in der Schule an. Bemühen müssen sich darüber hinaus auch andere staatliche Stellen, um Betroffene durch Weiterbildung neue Chancen am Arbeitsmarkt zu eröffnen.

Bildungsangebote der Krankenkassen nutzen

Geht es um die gesundheitliche Bildung, sind Ärzte und Krankenkassen gefragt. Ärzte sollten sich mehr Zeit nehmen können, um Diagnosen ausführlich und verständlich mit dem Patienten zu besprechen. Die Krankenkassen wiederum sollten mit mehr Nachdruck auf bestehende Bildungsangebote verweisen und Betroffene bei bestimmten Krankheitsbildern gegebenenfalls zur Teilnahme verpflichten – zum Beispiel zur Diabetesschulung.

Das Kurs- und Bildungsangebot vieler gesetzlicher Krankenkassen ist schon jetzt gut ausgebaut. Hierzu kann sich jeder Versicherte direkt bei der Krankenkasse informieren. Allerdings unterscheiden sich die Offerten teils enorm. Deshalb ist es bei einem Krankenkassenvergleich ratsam, neben dem Beitrag auch den Service und Leistung zu berücksichtigen. So spart man Geld und öffnet mitunter die Tür zu umfangreichen und meist kostenlosen Bildungsoptionen, von der Rückenschule über die Rauchentwöhnung bis hin zur Ernährungsberatung.