Schon gewusst? Bis zu 5.600 € gibt es Förderung für ein Schuljahr im Ausland! Immer mehr Familien entscheiden sich dafür, ihren Kindern schon ganz früh die Chance zu geben, in einer anderen Kultur erfolgreich zu leben und zu lernen. 'Das war die tollste Zeit in meinem Leben' schwärmen viele 'Ehemalige' noch heute. Das High School Year ist eines der wenigen Langzeitprogramme, von denen du schon zu Schulzeiten profitierst. Es sind die perfekten Sprachkenntnisse, dein enorm gewachsenes Selbstbewusstsein und der riesige Pluspunkt im Lebenslauf. Die Austauschorganisationen bereiten dich intensiv vor.
Eine frühzeitige Bewerbung beim Schüleraustausch wird aufgrund stetig wachsender Nachfrage und limitierter Programmplätze in vielen Ländern immer wichtiger.
bildungsdoc-hinweis. Die Austauschprogramme in den USA sind immer zuerst ausgebucht, da es das einzige Land ist, wo für dich Schulbesuch und Gastfamilie kostenfrei sind. Für einen vergleichbaren Schulbesuch in andere Länder zahlst du fast den doppelten Programmpreis. Außerdem ist die Zahl der USA-Plätze begrenzt, da die Anzahl der Schülervisa von den amerikanischen Behörden genau festgelegt ist.
Die Kultusministerkonferenz hat die Bedeutung des Schulbesuchs im Ausland für die Weiterentwicklung der Schüler anerkannt und festgelegt, dass auch im achtjährigen gymnasialen Bildungsgang [G8] ein Aufenthalt im Ausland bis zu einer Gesamtdauer von einem Schuljahr auf die Schulzeit in der Oberstufe [Klassen 10-12] angerechnet werden kann. Die Vereinbarung beruht auf Einstimmigkeit aller Bundesländer und ist für diese bindend - Richtlinien der Bundesländer zum Schulbesuch. Zur Anerkennung des Austauschjahrs stellst du i.d.R. einen Antrag, der vom Schulleiter oder des zuständigen Schulamtes entschieden wird.
Ein Schuljahr im Ausland ist für dich nie ein 'verlorenes' Schuljahr. Die erworbenen Fähigkeiten im Bereich der Fremdsprache und der interkulturellen Kompetenz sowie die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit sind entscheidende Aspekte, die die Wiederholung einer Klasse allemal aufwiegen. Unbezahlbar sind die vielen unvergesslichen Erlebnisse und die geschlossenen Freundschaften, die dich lebenslang begleiten.
Du gehst nicht ins Ausland, weil du schon perfekt Englisch oder eine andere Sprache sprichst, sondern, um es dort zu lernen. Die Austauschschüler machen immer wieder die Erfahrung, dass sie durch den lockeren Umgang mit Gleichaltrigen ein ganz neues Sprachgefühl entwickelt haben. Natürlich ist die Eingewöhnungsphase länger, wenn du dein Austauschjahr in China absolvierst. Aber auch von dort kehrst du begeistert zurück!
Die Programmdauer ist frei wählbar - zwischen 3 bis 10 Monaten. Zu empfehlen sind Programme mit einem kompletten Schuljahr, also 10 Monate. Du lernst nicht nur alle Jahreszeiten des Gastlandes kennen, sondern auch das Kennenlernen und das Verstehen der anderen Mentalität sind intensiver. Die Preisunterschiede zu kürzeren High School Aufenthalten sind nicht so extrem, da bestimmte Fixkosten immer vorhanden sind, egal wie lange du bleibst [z.B. Hin- und Rückflug und organisatorischer Aufwand].
Grundsätzlich gibt es bei G8 zwei Möglichkeiten für den Schulbesuch im Ausland:
I. Einen Austausch kannst du in der 10. Klasse – oder für einen Teil der 10. Klasse – machen und dir die Zeit im Ausland anerkennen lassen, sofern die Versetzungsrichtlinien deines Bundeslandes dies erlauben.
II. Du kannst auch zwischen der 10. und 11. Klasse ein zusätzliches Schuljahr im Ausland für einen Austausch einschieben. Unter Umständen kann der Aufenthalt auch zum großen Teil in die Sommerferien gelegt werden.
Bei einer Vielzahl von Schülern lassen sich die Kurzzeitprogramme besser mit den neuen Schulanforderungen [G8] verbinden. Nach drei bis fünf Monaten Schüleraustausch können die Schüler i.d.R. ohne Probleme wieder in ihr Schuljahr einsteigen. Länder, die sich besonders für ein Kurzzeitprogramm eignen sind Australien, Neuseeland und Tasmanien. In diesen Ländern ist ein Einstieg ins Schuljahr bereits im Juli möglich. Die Schüler beginnen somit schon während ihrer deutschen Sommerferien mit dem Auslandsaufenthalt. Die Austauschschüler kommen deshalb auch früher wieder in das laufende deutsche Schuljahr zurück und verpassen entsprechend weniger Unterricht an ihrer angestammten Schule.
bildungsdoc-tipp. Buche z.B. einen Term Neuseeland oder Australien ab Juli! Ein Term dauert nur gut 8 Wochen und so verbringst du die Sommerferien in der Ferne und verpasst kaum etwas in der Schule.
Du verkörperst Deutschland! Als 'Botschafter' kommt dir eine wichtige Rolle zu. Alles was du sagst und tust wird mit dem Deutschen und Deutschland im Allgemeinen gleichgesetzt. Du kannst so helfen, Vorurteile abzubauen. Von Beginn an wirst du als neues Mitglied der Familie integriert. Nach einer kurzweiligen Eingewöhnungsphase nimmst du aktiv am Familienleben teil.
Gastfamilien sind sehr oft Ehepaare mit Kindern. Vor Ort werden sie sorgfältig von Partnerorganisationen überprüft. Der Programmablauf wird erläutert und Referenzen über die Familie eingeholt. Die Auswahlkriterien sind Toleranz gegenüber fremden Bräuchen, Religionen und Kulturen, gesicherte finanzielle Verhältnisse sowie das Vorhandensein einer geeigneten High School in erreichbarer Nähe. Kommt es aufgrund der Aufenthaltsdauer zwischen dir und deiner Gastfamilie zu starken Differenzen, gibt es vor Ort ein klärendes Gespräch mit dem örtlichen Betreuer deiner Austauschorganisation. Ist die beste Lösung ein Wechsel der Gastfamilie, erfolgt nach Einverständnis aller Beteiligten ein Familienwechsel. Während der gesamten Programmdauer steht dir ein persönlicher Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung.
Ein komplettes Schuljahr im Ausland von 10 Monaten kostet ab 6.000 €, ohne Taschengeld. Die Gesamtkosten sind u.a. abhängig vom Gastland, Schulgeld, Bezahlung von haupt- und nebenberuflichen Mitarbeitern, regelmäßigen Haushaltskostenzuschuss für Gastfamilie, Verwaltungsaufwand der Austauschorganisation und ggf. von benötigten Impfungen.
Je nach Gastland benötigst du monatlich 200 bis 250 €. Damit bezahlst du z.B. Schulbücher, Kleidung, Reisen, Aktivitäten, Telefongespräche, Mittagessen in der Schulcafeteria, eventuell anfallende Transferkosten zwischen der Gastfamilie und der Schule. Genauere Angaben gibt es bei deiner Austauschorganisation.
Berücksichtige bei deinem Schulbesuch im Ausland den notwendigen Versicherungsschutz. Unterschätze nicht die Wichtigkeit, sonst gibt es im Notfall ein böses Erwachen. Beachte dabei den Sonderstatus der NAFTA-Länder. Im Paket sollte auch ein weltweiter medizinischer Notfallservice beinhaltet sein.
Auslandsversicherungen
bildungsdoc-hinweis. Eine private Haftpflichtversicherung ist im Ausland immer sinnvoll. In Ländern, wie etwa den USA, können bei einem Schaden, den du verursachst, horrende Kosten anfallen!
Außerhalb der EU ist ein Visum und dein Reisepass Pflicht. Im Rahmen des Visum-Services werden durch die Austauschorganisationen alle notwendigen Formulare zur Visum-Beantragung bereitgestellt. Innerhalb der EU benötigst du deinen Personalausweis oder einen gültigen Reisepass. Die Dokumente müssen noch mindestens bis zum Rückkehrdatum gültig sein.
bildungsdoc-tipp. Beantrage eine International Student Identity Card für 12 €. Antragstellung ab 12 Jahre möglich. Du kannst mit der Card u.a. bei gesundheitlichen, rechtlichen oder sonstigen Notfällen kostenfrei eine 24-h-Notrufnummer wählen. Die Mitarbeiter der ISIC-Helpline organisieren Beistand und Hilfe.