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Tendenz steigend - Suchtgefahr bei Jugendlichen

Sucht ist das Ausweichen vor unerträglichen oder scheinbar unlösbaren Konflikten – in regelmäßigen Abständen. Es kommt zum Automatismus des Verhaltens. Kennzeichnend ist der Verlust der Kontrolle sowie bei Mangel an Nachschub – das Auftreten von Entzugserscheinungen. Rückfallgefahr besteht immer.

Darüber hinaus ist das Austesten von Grenzen bei Jugendlichen ein weiterer Suchtgrund. Deshalb sollten Ziele, wie die Stärkung der Eigenkontrolle sowie die Vermittlung von Bewältigungsstrategien für Probleme im Fokus stehen. Präventivmaßnahmen (Lehrer, Eltern, Schüler, etc.) sollten Teil der Strategie sein.

Im 21. Jahrhundert hat Corona gezeigt, dass die Konfliktfähigkeit, konstruktives Verhalten sowie angemessenes Konsumverhalten bei Jugendlichen kaum bzw. mangelhaft vorhanden sind.

Wann spricht man von Sucht?

Bei Sucht handelt es sich, wie vorab angeschnitten, um eine Flucht vor einem Konflikt. Die Regelmäßigkeit sowie die Entzugserscheinungen und Rückfallgefahr charakterisieren die Sucht. Ohne fremde Hilfe oder ein neues Schlüsselerlebnis ist die Sucht nicht zu bewältigen.

Kann man eine Sucht überwinden?

Es kommt auf die Person, die Gesamtsituation und den Trigger an. Machbar ist es, aber immer nur mit Hilfestellung. Dies geschieht in Form von Gesprächen. Präventivmaßnahmen durch Lehrer, dem Elternverein oder zusammen mit anderen Schülern dienen der Änderung der Wahrnehmung – bei bereits Süchtigen .

Süchtige sehen sich nicht als „süchtig“. Zunächst muss sich die innere Einstellung ändern. „Wollen“ kann und muss der Süchtige selbst. Lehrer müssen sich die notwendigen Informationen besorgen. Sie sollten mit Schülern darüber sprechen. Rollenspiele und Diskussionen über die Thematik helfen. Spezielle Elternabende sollen den Eltern die Augen öffnen und helfen, Sucht bzw. Suchtgefahr zu erkennen und Maßnahmen rechtzeitig zu beginnen. Suchtbekämpfung ist nur erfolgreich, wenn ALLE am selben Strang ziehen.

Warum steigt die Zahl der Süchtigen bei Jugendlichen stetig an?

Jugendliche befinden sich im Übergang vom Kind zum Erwachsenen. In diesem Alter wollen sie alles ausprobieren, was die Erwachsenen auch machen. Da im 21. Jahrhundert einige Grenzen und Kontrollen gefallen sind bzw. viele Negativvorbilder eine heile Welt oder Schräglage als Normalität vorgaukeln, sind Jugendliche das ideale Opfer.

In den letzten 20 Jahren haben sich die Gesellschaftsstrukturen in Europa komplett geändert. Gewalt in der Familie, die so gut wie „ausgerottet“ war, wurde plötzlich zum Normalzustand in vielen Familien. Darüber hinaus hat der Drogenhandel, aufgrund des besser erschlossenen Absatzmarktes Europa, drastisch zugenommen. Jugendliche flüchten sich in das Suchtmittel, das leicht zu bekommen ist. Sie werden durch einen „Freund“ zu Drogen überredet.

Welche Auswirkungen hat die Sucht bei Jugendlichen?

Steht den Jugendlichen keine Hilfe zur Verfügung, kommt es neben dem körperlichen Verfall, zu Aggressionen, Wahnvorstellungen, Leugnen von Tatsachen oder Flucht in eine andere Welt. Das hängt jedoch von der Art der Droge ab. Viele Jugendliche laufen von zu Hause weg. In der Regel beginnt die Sucht mit plötzlichem Leistungsabfall in der Schule. Ein weiteres Indiz ist das ausweichende Verhalten auf Fragen, was aber meistens nicht gleich erkannt wird, da es auch zum normalen Verhalten Jugendlicher passt.

Welche Risiken gibt es, süchtig zu werden?

Jugendliche befinden sich in einem Alter, indem sie über keinen gefestigten Charakter verfügen. Sie sind offen und neugierig auf so ziemlich alles, was verboten oder unbekannt ist. Der Freundeskreis spielt dabei eine große Rolle. Viele geraten durch falsche Freunde in die Sucht. Das Elternhaus sollte Halt und Hilfestellung geben. Oft ist genau das Gegenteil der Fall. Kinder von süchtigen Eltern landen oft selbst in der Sucht.

Wie kannst du dir bei Suchtgefahr helfen?

Du weißt, etwas stimmt nicht mit dir. In Zeiten der Digitalisierung kannst du dich anonym übers Internet informieren, u.a. auch beim talk inTeam®-Zoom Meeting „Suchtgefahren bei Jugendlichen„. Mach dir ein Bild von der Situation. Entscheide dann, was du tun willst oder ob du so weiterleben willst. Die Betreiber solcher Seiten sowie Suchtlehrer (Vertrauenslehrer) deiner Schule sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Je länger du wartest, umso schwieriger wird es.

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