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AuslandJobsucheFreiwilliges soziales Jahr im Ausland

Was sollte man über das freiwillige soziale Jahr im Ausland wissen?

Ein sonniger Morgen, vielleicht sogar am Strand, lebensverändernde Erfahrungen, ein Jahr „Auszeit“ – die Vorstellungen von einem freiwilligen sozialen Jahr im Ausland entsprechen oft einem romantischen Urlaubsbild und treffen bei der Umsetzung schnell auf einen harten Realitätscheck. Die ganze Wahrheit ist nämlich auch im freiwilligen sozialen Jahr so komplex wie im wahren Leben: Es warten tolle Erfahrungen und ebenso Schwierigkeiten, Herausforderungen, aber auch Erfolge, vor allem jedoch wartet ein unglaubliches Potential, in der eigenen Persönlichkeit zu wachsen.

Insbesondere dann, wenn man daran interessiert ist, dieses soziale Jahr im Ausland zu absolvieren, gibt es einige Überlegungen, die angestellt werden müssen, um die gesamte Unternehmung am Ende auch von Erfolg gekrönt zu sehen. Wir zeigen deshalb jetzt, was man über das freiwillige soziale Jahr im Ausland wissen sollte, welche Herausforderungen, aber auch welche Chancen und Bildungspotentiale damit einhergehen und wie es um die Rahmenbedingungen zu diesem freiwilligen sozialen Jahr bestellt ist.

Hintergründe zum freiwilligen sozialen Jahr

Das freiwillige soziale Jahr (kurz FSJ) ist ein in Deutschland immer häufiger von jungen Menschen in Anspruch genommenes Konzept. Es ist ein Jahr, das unter dem Motto der Selbstentwicklung, zugleich aber auch unter dem Motto der Fremdfürsorge steht. Über soziale Tätigkeiten kann man etwas an die Gesellschaft zurückgeben, das Jahr aber zugleich auch nutzen, um für sich selbst prägende Lebenserfahrung zu sammeln.

Die Grundidee stammt aus dem Jahr 1954, in dem die Jugend mit einem Appell aufgefordert wurde, ein Jahr ihres Lebens zum Wohle anderer Menschen zu investieren und denjenigen zu widmen, die Hilfe benötigen. Die Geburtsstunde des FSJs. Rund 100.000 Menschen gehen inzwischen jährlich in Deutschland nach dem Abitur in ein freiwilliges soziales Jahr. Die Bereiche sind vielfältig und reichen vom klassischen FSJ im sozialen Bereich über FSJ Kultur, FSJ Politik und FSJ Denkmalpflege bis hin zum FSJ im ökologischen Bereich und dem FSJ Schule.

Gearbeitet wird in moderatem Ausmaß von höchstens 39 Stunden pro Woche, es gibt ein kleines Taschengeld von bis zu 390€ pro Monat und wesentliche Ausgabeposten wie Unterkunft und Verpflegung werden grundsätzlich gedeckt. Ein guter Deal, insbesondere dann, wenn man nach dem Abitur noch nicht weiß, in welche Richtung es gehen soll oder wenn etwas Luft zwischen Schulbank und Universitätshörsälen oder Berufsstätten geschaffen werden soll.

Freizeit und Verantwortung im FSJ

Es geht um Verantwortung und Arbeit für andere, doch auch die Freude und Freizeit soll natürlich nicht zu kurz kommen. Auch wer seine Hobbys und Freizeitaktivitäten in dieser Zeit nicht missen möchte, ist im FSJ meist gut aufgehoben. Bei einem FSJ im Ausland kann es allerdings sein, dass man im lokalen Sportverein, bei den Bandproben oder anderen ortsgebundenen Veranstaltungen pausieren muss. Viele Hobbys lassen sich in der Zeit der Digitalisierung allerdings inzwischen auch mit in die weite Welt nehmen.

Ob Filmbusiness oder Fitness-Club, Gaming oder Diskussionsgruppen, in der heutigen Zeit kann wirklich fast alles auch online stattfinden. Bereiche wie Fitness oder Gaming erfreuen sich vermehrtem auch online Zuwachs und ermöglichen es, jederzeit und überall zu sporteln oder zu spielen, und zwar ganz egal, ob es sich dabei um Pokerrunden, Yogastunden oder einfach ein Spiel an den verschiedenen Novoline Spielautomaten im Netz geht.

Das FSJ im Ausland – Chancen und Herausforderungen

Für das FSJ ins Ausland zu gehen, möglicherweise sogar in Entwicklungsländern denjenigen helfen, die sich am völlig anderen Ende des sozialen Spektrums befinden, kann eine prägende Erfahrung sein. Dies setzt jedoch häufig große Herausforderungen bei der Planung und Umsetzung voraus. Wie sich all das auf den Nutzen des FSJ für den Einzelnen sowie die Gesellschaft im Allgemeinen auswirkt, wurde schon oft beschrieben. Wir wollen nun einige der interessantesten Punkte der Vor- und Nachteile des FSJ aufgreifen und zeigen, wo große Chancen, aber eben auch große Herausforderungen warten.

Bildung im FSJ

Die Bildungskomponente spielt vor allem deshalb eine Rolle, weil es für die nötigen Förderungen zum FSJ immer auch eine faktische Grundlage geben muss. Ein Nutzen muss entstehen, um staatliche oder private Förderungen und Initiativen zu begründen und zu ermöglich.

Ein essentieller Kernpunkt des FSJs ist die Entwicklung sozialer Fähigkeiten wie Eigenständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und vielen weiteren sogenannten Soft Skills, die auf dem heutigen Arbeitsmarkt die entscheidenden Kriterien für Erfolg oder Misserfolg sind. Lange vorbei sind die Zeiten, in denen es bei der idealen Wahl einer Jobbesetzung allein um fachliche Qualifikationen ging. Heute zählen vor allem soziale Fähigkeiten, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und auch Empathie zu den relevantesten Eigenschaften von Jobbewerbern. Eigenschaften, die in einem FSJ ausgebildet, gefördert und gestärkt werden.

Probleme bei der praktischen Umsetzung

Theoretisch gilt beim FSJ im Ausland die Regel: Hin- und Rückreise sind selbst zu bezahlen, ansonsten entstehen keine Kosten. Wer bereits ein FSJ im Ausland gemacht hat, weiß allerdings, dass es in der Praxis oftmals ganz anders aussieht. Die Mehrkosten für das FSJ im Ausland sind erheblich und können zu unerwarteten und sehr unangenehmen Überraschungen führen.

Bevor man sich also tatsächlich für ein FSJ im Ausland entscheidet, ist es ratsam, die Erfahrungen anderer heranzuziehen und sich möglichst im direkten Austausch darüber zu informieren, mit welchen unerwarteten Kosten man bei einem FSJ im Ausland konfrontiert werden könnte.

Unser Tipp: Eine Entscheidung für oder gegen ein FSJ im Ausland ist keine, die man leichtfertig und unvorbereitet treffen sollte. Man sollte gut überlegen, ob die dafür benötigen finanziellen Mittel für die Umsetzung des Traums vom Auslandsjahr auch tatsächlich vorhanden sind.

Fremde Kulturen und neue Umgebungen: Chance und Herausforderung zugleich

Während die praktische Umsetzung oft Probleme bringt und die Ausbildungsmöglichkeiten von wertvollen Soft Skills als eindeutig positiver Aspekt eines FSJ im Ausland angesehen werden können, zeigt sich in den meisten anderen Punkten kein so eindeutiges Bild.

Die Mehrheit der anderen Besonderheiten reihen sich in eine lange Liste an Punkten ein, die sowohl als Chancen gesehen werden als auch Herausforderungen mit sich bringen können. Man denke nur daran, wie interessant und horizonterweiternd es ist, sich in eine völlig neue Kultur eingliedern zu müssen – doch nicht immer ist das auch eine schöne, angenehme und reibungslose Erfahrung.

Das neue soziale Umfeld bringt Chancen auf tiefe Freundschaften und wertvolle Geschäftskontakte mit sich, geht zeitgleich allerdings auch mit einer großen Distanz (örtlich wie häufig auch emotional) zu Freunden und Familie einher. Ein nicht immer einfach zu navigierendes Szenario.

Einfach ist die Entscheidung für oder gegen ein FSJ im Ausland nicht. Die Chancen, die dabei allerdings entstehen, kommen selten ein zweites Mal im Leben!

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