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Elternbrief: Investitionen in das eigene Kind sind nachhaltig

Auslandsjahr? Beste Investition in Bildung & Persönlichkeit

In der Schule wird Wissen vermittelt, keine Bildung mehr. Junge Menschen durchlaufen ein Schulsystem, dass nicht mehr den Schüler in den Vordergrund stellt, sondern ein System aus vergangenen Zeiten. Darin enthalten sind Aufbewahrung, Unterricht, Leistungskontrollen, Vergabe von Noten und Abschlüssen. Die Grundbedürfnisse, mit denen jeder Mensch auf die Welt kommt, werden dabei unterdrückt:

  • Zugehörigkeit, Verbundenheit, Geborgenheit
  • Aufbau von Wissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten
  • Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Freiheit

Junge Menschen werden ausgebildet, aber eben nicht mehr gebildet. Das hat zur Folge, dass sich junge Menschen spätestens nach Schulende fragen: Wer bin ich eigentlich? Sie haben null Ahnung, wie ihr zukünftiges privates und berufliches Leben aussehen soll. Wie sie es meistern sollen, erst recht nicht. Das macht ihnen Angst. Dazu kommt, dass ihnen die Eltern in den letzten Jahren jeden noch so kleinen Kieselstein aus dem Weg geräumt haben. Dass sie damit ihrem Kind einen Bärendienst erweisen, merken sie nicht einmal. Denn auch in jungen Jahren muss man schon Erfahrungen sammeln. Wer einmal als Kind vom Baum gefallen ist, ist beim zweiten Mal vorsichtiger.

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Was braucht ein junger Mensch zur Entwicklung seiner Persönlichkeit?

Eine qualifizierte Ausbildung oder ein Studiengang, der zu einem passt, ist immer gut. Aber man braucht mehr – vor allem Bildung. Diese ermöglicht es, das Zusammenleben mit anderen Lebewesen auf der Erde so zu gestalten, dass sich das Leben in seinen vielfältigen Formen hier auch in Zukunft weiter entfalten kann.

Jungen Menschen brauchen Ziele. Wollen sie ihre Ziele erreichen, müssen sie ihre Komfortzone verlassen. Gehen sie über Grenzen hinaus, wird ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Mit neuem Wissen und Erfahrungen entwickeln sie sich so step by step zur Persönlichkeit.

Last but not least: Junge Menschen brauchen den Austausch mit anderen Menschen – auf dem Weg in ihre Freiheit. Einen Austausch nicht mit lauter Gleichgesinnten, sondern mit möglichst vielen Menschen, die anders sind als sie selbst. Menschen, deren Vorstellungen anders sind als die eigenen, die sich ihr Wissen und Können anders angeeignet haben als man selbst. Bei einem High School Year oder einem Auslandsjahr nach der Schule können junge Menschen diese wertvollen Erfahrungen schon sehr zeitig machen. Dieses Jahr wirkt wie ein Turbo in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit.

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Fazit

Eltern wünschen sich ein selbstbestimmtes Kind. Es soll selbstbewusst seinen Weg gehen und in Sicherheit leben, nicht die Ängste finanzieller Nöte spüren oder orientierungslos in die Zukunft blicken. Allerdings vergessen die Eltern oft, dass sie dafür ihr Kind auch loslassen müssen. Denn Lebenserfahrungen erhält das Kind nur, indem es sich ausprobiert. Und geht etwas schief, war es kein Fehler, sondern eine Erfahrung wert!

Arbeitgeber suchen händeringend nach jungen Berufseinsteigern mit Auslandserfahrungen und entsprechenden Sprachkenntnisse (Umgangssprache!). In der heutigen globalisierten Welt sind zunehmend mehr Berufe ohne gute Fremdsprachenkenntnisse nicht mehr zu haben. Außerdem wissen Personalchefs, dass ein Bewerber mit einem Auslandsjahr im Lebenslauf belastbar ist. In diesen Bewerber kann man investieren und muss nicht die Sorge haben, dass dieser mit 35 Jahren schon ausgebrannt ist.

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