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Anonym im Internet surfen: So funktioniert es

Datenschutz wird großgeschrieben, so denkt der durchschnittliche Internet User, wenn dieser im Web surft. Eigentlich ist es umgekehrt. Die Datenschutzinformationen gaukeln uns nur vor, wir seien geschützt.

Sobald der User seinen Haken setzt, legt dieser einen virtuellen Striptease hin und kann sich nicht mehr wehren. Wer auf einer Webseite surft, gibt alles preis. Welcher Browser wird benutzt, welches Gerät besitzt der User, welche Schriftarten werden verwendet usw. Ein Nutzerprofil wird erstellt, welches nachvollziehbar ist.

Bewegt sich nun der Computer nun von A nach B, können gewisse Webseitenbetreiber User legal verfolgen. All dies bestätigt ein Hacker, der sich viele Jahre mit dem Thema beschäftigt. Datenschutz wird uns nur vorgegaukelt. Doch wie kann man sich als privater User nun schützen, dass man nicht komplett gläsern wird? Nachfolgend gibt es Tipps zum anonymen Surfen.

Tipp 1: Über ein Virtual Private Network surfen

Ein guter Einsteigertipp ist, über ein VPN zu surfen. Viele User kennen solche Server bereits aus umgekehrter Sicht. Möchte man eine Ländersperre umgehen, kommen ebenfalls Proxy Server zum Einsatz. Eben, weil die Webseiten am Ende nicht mehr alle Informationen erhalten, die sonst preisgegeben werden. Es handelt sich um eine spezielle Software, die den eigenen Datenverkehr in Protokollen verschlüsselt. Dritte können somit nicht mitlesen.

Auch die IP-Adresse wird verschlüsselt und kann nicht eruiert werden. Wer auf einen VPN Server setzt, sollte sich einen vertrauenswürdigen suchen. Freilich gibt es auch hier schwarze Schafe, die Sicherheit vorgaukeln und selbst als Datensammler agieren. Am besten hält man sich an einen kostenpflichten Premium VPN Dienst, hier sind User in besseren Händen. Express VPN gilt zum Beispiel als vertrauenswürdiges Beispiel. Dieser ist kompatibel mit Windows, MAC, IOS und Android. es gibt verschiedene Abos und Angebote. Auch Cyber Ghost ist zu empfehlen, hier genießen User den Vorteil, dass der Anbieter viele Server besitzt und einen ausgezeichneten Kundendienst vorweist.

Tipp 2: Finger weg von angeblichen Inkognito Modis in den Browsern

Ob Internet Explorer oder Chrome. Viele Browser bieten mittlerweile einen Privacy Modus an. Ein Widerspruch in sich, vor allem, wenn User Produkte von Google benutzen, die bekannt dafür sind, alles zu speichern. Google weiß alles, wer über Google eingeloggt ist, wird über Google Maps verfolgt. Der Anbieter weiß fünf Jahre später immer noch, wo sich der User am Tag X aufgehalten hat. Das Surfverhalten wird gekoppelt, Werbung wird eingeblendet, selbst Gmail ist nicht so sicher, wie es scheint. Niemand sollte den Privatmodus von einer Firma vertrauen, die eine Datensammelwut an den Tag legt. Wer anonym surfen will, verabschiedet sich am besten von Google und loggt sich sofort aus.

Safari von Apple schneidet beim Datenschutztest schon besser ab, wenn es um das Thema Privatsphäre geht. Der Browser soll sogar verhindern, dass User im Netz verfolgt werden. Nach sieben Tagen werden Cookies automatisch gelöscht, damit die Webseite weniger Daten erhalten. Dies ist auch bei Chrome & Co möglich. Doch viele User vergessen dies und bekommen die Datenflut erst zu spüren, wenn der Computer immer langsamer wird.

Mozilla Firefox ist nach Meinung vieler Experten der beste Browser in Sachen Privacy. Viele Sicherheitsfunktionen sind von Haus aus eingebaut. Es gibt einen Schutz gegen Malware und Phishing. Auch erhalten User Warnungen, wenn sich Erweiterungen installieren möchten. Außerdem spricht für Firefox, dass es sich um ein Open Source Browser handelt. Der Quellcode ist einsehbar, somit können sich darin keine Tracking Funktionen verstecken. Wer sicher surfen will, tut dies am besten in diesem Browser.

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