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Warum dich immer wieder Wegbegleiter verlassen

Trennungen schmerzen, die Erfahrung nehmen wir bereits mit dem letzten Kindergartenjahr wahr. Drei Jahre warst du mit deinen Kindergartenfreunden in der Einrichtung aktiv zusammen. Mit manchen sogar außerhalb Tagesstätte. Zur Einschulung trennen sich erstmalig die Wege, nicht alle besuchen gemeinsam dieselbe Grundschule oder Grundschulklasse. Das ist erst der Beginn vieler Trennungen.

Das Leben verändert sich

Hast du dich an die neue Umgebung in der Grundschule gewöhnt, erfolgt spätestens mit dem Ende der Grundschulzeit die erneute Trennung von liebgewonnenen Freunden und Klassenkameraden. Einige besuchen künftig die Gesamtschule, andere schaffen es auf die Realschule und andere werden am Gymnasium angemeldet. Die Analysen des Bundesfamilienministeriums zeigen, dass sich die Kinder nach der Trennung auf die weiterführenden Schulen überwiegend in ihrem Bildungskreis aufhalten und Freundschaften zu alten Weggefährten gekappt werden.

Lebenswege verlaufen unterschiedlich und sind nicht immer vollkommen planbar. Der Umstand ist manchmal nur schwer zu verstehen und zu akzeptieren. Werden wir von Wegbegleitern verlassen, rutschen wir nicht selten in eine unausgeglichene Gefühlswelt. Es ist wichtig, sich als junger Mensch damit auseinanderzusetzen, denn schließlich stehen weitere Trennungen von Wegbegleitern an.

Die meisten Menschen haben Trennungen durchlebt. Andere mussten ihren eigenen Weg, den sie anders geplant hatten, finden und gehen. Um sich selbst wieder zu fangen, ist es von Vorteil, etwas an sich zu verändern, um mit unvorhersehbaren Situationen besser zurechtzukommen.

Im Stau des Lebens

Nach der Schule folgt eine weitere Trennung, denn einige beginnen eine Ausbildung, andere besuchen künftig die Hochschule. Als Absolvent erfolgt die nächste Trennung von vielen Wegbegleitern während des Studiums.

Auch familiär kommt es zu Veränderungen, Angehörige erkranken und benötigen Pflege, die du bewältigen musst. Oder jemand stirbt und du musstest dich von einem geliebten Menschen verabschieden. Partner verlassen uns, Liebe kommt, Liebe geht.

Steckst du einmal im Stau des Lebens und kommst nicht weiter, ist die Frage nach Lösungen oder einem Ausweg berechtigt. Doch niemand kann dein Leben leben und Entscheidungen für dich treffen oder sogar die Verantwortung dafür übernehmen. Das musst du allein für dich tun. Allerdings begleiten dich Menschen in solchen Situationen und zeigen dir neue Wege auf, die zu einer positiven Veränderung führen können, wenn du darauf einlässt, aktiv agierst und auf Unvorhergesehenes mit Mut reagierst.

Hürden im Leben sind nichts anderes als Aufgaben. Wer sich ihnen bewusst stellt, der wird Antworten auf all seine Fragen finden. Wer sich ihnen verweigert, löst die Blockaden nicht und trägt die Last nur weiter mit sich herum. Du musst entscheiden, welcher Weg für dich der Beste ist. Tausche dich auch mit anderen Menschen aus, denen es ähnlich erging.

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