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DAK-Studie zeigt: Homeschooling stresst vor allem die Eltern

Eine von der DAK beauftrage Forsa-Studie zeigt nun erstmals schwarz auf weiß die genauen Auswirkungen des Homeschoolings. Wie wahrscheinlich viele Eltern und Schüler bereits vermuteten, kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die Schulschließungen während der Corona-Pandemie in vielen Familien zu erhöhten Sorgen, Stress und Streit geführt haben.

Die Hälfte der Eltern ist erschöpft

Rund 30 Prozent der insgesamt 1.005 Personen, die bei der Studie befragt wurden, berichten von Schlafstörungen und anderen Schmerzen. Etwa die Hälfte gibt dabei an, fast täglich erschöpft zu sein. Vor allem Mütter sind dabei häufiger betroffen als Väter und klagen wesentlich öfter über Bauch-, Rücken- und Kopfschmerzen.

Doch selbstverständlich geht das Homeschooling auch an den Kindern nicht spurlos vorbei. Vor allem für die jüngeren Schüler im Alter von etwa zehn bis zwölf Jahren stellt es eine emotionale Belastung dar. Insgesamt 37 Prozent der Schüler dieser Altersgruppe berichten von häufigen Stresserfahrungen. Ausgelöst sind diese oftmals durch die vermehrten Streitigkeiten innerhalb der Familie.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sieht sich bestätigt und weist darauf hin, wie sehr gerade die jüngeren Kinder unter den Streitigkeiten innerhalb der Familie leiden. Erstaunlich dabei ist, dass der eigentlich entschleunigte Alltag zu keiner Entlastung bei den Jugendlichen geführt hat, ganz im Gegenteil.

Deshalb Homeschooling grundsätzlich zu verurteilen, ist wahrscheinlich die falsche Strategie. Vielmehr geht es darum, den Unterricht zuhause zu optimieren, damit es schließlich zu keinen zusätzlichen Belastungen mehr kommt.

Wie lässt sich das Homeschooling optimieren?

Dazu ist es vor allem wichtig, dem Tag weiterhin eine angemessene Struktur zu geben. Die Unterrichtszeiten sollten dabei klar geregelt sein. Dabei sollte allerdings auch nicht auf regelmäßige Pausen vergessen werden.

Wichtig ist darüber hinaus auch, für den nötigen Ausgleich zu sorgen. Das bedeutet, sich so oft wie möglich an der frischen Luft zu bewegen und sich ausgewogen zu ernähren. Der erhobene Zeigefinger sollte hier aber nicht eingesetzt werden. Zwischendurch ist auch ein wenig Zocken am Handy oder der Konsole erlaubt.

Vor allem ist es entscheidend, in verfahrenen Situationen für Entkrampfung zu sorgen. Eine kurze Pause, in der sich Eltern und Kinder gemeinsam ein paar lustige Videos auf YouTube oder TikTok ansehen, sorgt beispielsweise für kurze Glücksmomente.

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