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Ghostwriting in der Wissenschaft - eine rechtliche Grauzone

Während des Studiums kommt es bei Studenten nicht selten zu Situationen, dass sie ihre Seminar- oder Abschlussarbeit aus zeitlichen oder familiären Gründen nicht zu Ende schreiben können oder dass der Student einfach keine Motivation hat, mit dem Schreiben seiner Arbeit anzufangen.

Die Gründe hierfür können unterschiedlich und individuell sein. Einige Pädagogen glauben, dass Studenten in derartigen Fällen betrügen, weil sie nicht genau wissen, ab wann es Betrug ist. In solchen Fällen wird ein Ghostwriter mit dieser Aufgabe beauftragt, der dann die akademische Arbeit anstatt des Studenten anonym schreibt. Die ethisch-moralische Seite ist dabei nicht einfach und eindeutig. Es gibt viele Diskussionen und Meinungen dazu, sowohl unter den Studenten als auch unter den Wissenschaftlern.

Akademisches Ghostwriting ist nicht legitim, aber auch nicht illegal. Jede Ghostwriting-Agentur hat ihre eigene einzigartige Art des Branding und der Präsentation von Dienstleistungen. Manche nennen es zum Beispiel Hausaufgabenhilfe, andere nennen es Forschungshilfe.

Ghostwriting - globale, webfähige Heimindustrie

Um diese Branche zu verstehen, muss man akzeptieren, dass Ghostwriting das echte Produkt darstellt und dieses Ghostwriting Produkt zu einem echten Marktplatz mit echten Branchennormen macht. Es ist schwer zu sagen, wie viele Ghostwriting-Unternehmen aktuell auf dem Markt sind. Obwohl Ghostwriting nicht illegal ist, ist es im Sprachgebrauch unserer Zeit zwielichtig. Das bedeutet, dass Unternehmen zwar leicht sichtbar sind, ihr Standort, ihre Eigentümerschaft und ihre Kontaktinformationen jedoch häufig nicht. Der einfachste Weg, eine Ghostwriting-Agentur zu finden, besteht darin, mit entsprechenden Keywords danach zu Googeln.

Ghostwriter – was sollte man über sie wissen

Ein Ghostwriter, der solche Arbeiten schreibt, nimmt eine wichtige Rolle ein. Für den Auftraggeber garantiert er einen wissenschaftlichen Erfolg, der nicht selten sogar mit einem akademischen Titel verbunden ist. Und für Ghostwriting-Agenturen und Ghostwriter selbst ist diese Arbeit eine gute Einkommensquelle.

Als Ghostwriter agieren überwiegend Akademiker, die sich ohne Mühe in zahlreiche Disziplinen schnell einarbeiten können. Die Agenturen garantieren Anonymität und Vertraulichkeit. Die Ghostwriter handeln somit überwiegend als Unterstützer, haben keine juristischen Folgen für ihre Tätigkeiten zu befürchten. Der Auftraggeber und der Ghostwriter kommunizieren via CRM oder Online-Plattform der Agentur und bleiben somit anonym.

Die Texte, die vom Ghostwriter verfasst werden, sind unikal. Sie werden auf Plagiat, Schreibfehler geprüft und sogar lektoriert. Ghostwriter halten in ihren Verträgen fest, dass der Auftraggeber die Arbeit nicht unter ihren Namen veröffentlichen darf und diese Ghostwriter-Arbeit nur als Vorlage oder Leitfaden benutzen darf.

Die Agenturen sowie auch die Presse berichten über eine hohe Nachfrage in diesem Bereich. Je einfacher die Arbeit ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie an einen Ghostwriter weitergeleitet werden kann. Das sind überwiegend Referate, Hausarbeiten, Seminararbeiten. Aber auch Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten sind keine Seltenheiten im Alltag eines Ghostwriters.

Aufgrund der Anonymität kann daher kaum ein Dritter wissen, dass die Arbeit nicht eigenständig ausgeführt wurde. Andererseits hat diese Branche aber mit dem Berufsethos zu tun. Der Auftraggeber versichert in seiner Arbeit, dass diese von ihm eigenständig verfasst wurde. Dass kann auch als ein Betrug evaluiert werden. Denn mit dieser Ghostwriter-Arbeit erlangt der Auftraggeber einen akademischen Grad, der ihn ein höheres Einkommen generiert. Und mit einem Doktortitel, in Deutschland erworben, schafft man dann sogar den Sprung in führende Positionen der Wirtschaft, (auch weltweit) oder in die Politik.

Problem Plagiat

Ein weiteres Problem ist das Plagiat. Unter Akademikern herrscht Konsens darüber, dass Plagiate sich in Hochschulen weltweit fest etabliert haben. Es ist nicht nur zur Norm geworden, es wird auch selten in Frage gestellt. Nicht alle Plagiatssoftware sind sensibel genug, um Plagiate festzustellen. Außerdem wird die Plagiatsprüfung von den meisten Universitäten nur in Verdachtsfällen eingesetzt. Wenn ein Ghostwriter qualitativ hochwertig und sorgsam gearbeitet hat, kann ein Plagiat schwerlich festgestellt werden.

Fazit

Eine gekaufte Arbeit entwertet den akademischen Grad und die berufliche Ethik. Ghostwriting ist im wissenschaftlichen Bereich kein Delikt, aber es ist aus der ethischen und moralischen Perspektive fraglich.

Andererseits gibt es auch bestimmte Situationen, die das Schreiben verhindern, aber die Arbeit muss zu einer bestimmten Zeit abgegeben werden. Für Studierende ist Ghostwriting somit eine Möglichkeit, den Anforderungen der Hochschule, trotz schwieriger persönlicher Situation, gerecht zu werden.

Wichtig ist, einen qualifizierten Ghostwriter aus einer zuverlässigen Agentur zu finden, um zum Beispiel einen Aufsatz oder einen Diplomarbeit schreiben lassen und somit der Gefahr zu entgehen, viel Geld für eine Ausarbeitung auszugeben, die dann vielleicht geschreddert werden kann.

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