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Alaska auf der Route: Denali, Kenai Fjords und Lodges im hohen Norden
Alaska ist größer als jeder andere Bundesstaat der USA und doch dünn besiedelt. Zwischen Anchorage, Fairbanks und den Küstenorten liegen Berge, Gletscher, Tundra und Wälder, durch die nur wenige Straßen führen. Wer das Land bereist, fährt deshalb nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit, sondern von einer Landschaft in die nächste. Die Sommer sind kurz, die Tage lang, und die Planung entscheidet darüber, ob man viel erlebt oder viel Zeit auf der Straße verbringt.
Denali: der Berg und sein Nationalpark
Im Zentrum des Bundesstaates erhebt sich der Denali, der höchste Berg Nordamerikas. Der gleichnamige Nationalpark ist weitläufig und wild, es gibt nur eine einzige Straße, die ein Stück weit hineinführt, und für große Teile davon gilt, dass Privatfahrzeuge nicht durchfahren dürfen. Wer weiter hinein möchte, nimmt einen der Parkbusse, die an Tundra, Flüssen und Hängen vorbeifahren. Unterwegs zeigen sich mit etwas Glück Grizzlybären, Elche, Karibus und Dallschafe. Ob sich der Gipfel zeigt, hängt vom Wetter ab, denn oft liegt er in Wolken.
Für den Aufenthalt bieten sich Lodges am Parkeingang an, von denen aus Wanderungen, Rundflüge und Ausflüge starten. Wer ein paar Tage bleibt, hat bessere Chancen auf klare Sicht und eine ruhige Zeit im Park.
Kenai Fjords und die Küste
An der Südküste liegt die Kenai-Halbinsel mit dem Kenai-Fjords-Nationalpark. Von Seward aus fahren Boote durch Fjorde, an Gletschern vorbei und zu Felsen, auf denen Seelöwen und Seevögel leben. Mit Glück sind Orcas und Buckelwale zu sehen. Der Exit-Gletscher lässt sich auch zu Fuß erreichen, und die Landschaft aus Eis, Wasser und Regenwald zählt zu den eindrucksvollsten des Bundesstaates. Das Wetter an der Küste wechselt schnell, wasserfeste Kleidung gehört deshalb zum Gepäck.
Wer eine Rundreise Alaska plant, findet in dieser Kombination aus Denali und Kenai Fjords häufig den Kern der Route. Die beiden Gebiete ergänzen sich: Im Landesinneren herrschen Weite und Tundra, an der Küste Gletscher und Meer.
Chugach und die Umgebung von Anchorage
Südöstlich von Anchorage erstreckt sich der Chugach National Forest, ein riesiges Waldgebiet mit Gletschern, Seen und Bergen. Hier gibt es kürzere Wanderungen, Bootsausflüge und Ziele für einen freien Tag zwischen den großen Etappen. Anchorage selbst ist die größte Stadt des Bundesstaates und dient meist als Ausgangspunkt: Hier landen die Flüge, hier werden Mietwagen übernommen, und von hier führen Straßen und Bahnstrecken in verschiedene Richtungen.
Zwischen den Orten liegen oft mehrere Stunden Fahrt, und die Landschaft am Wegrand ist ein Teil des Erlebnisses. Wer Zeit einplant, hält an Seen, Aussichtspunkten und kleinen Orten, an denen sich ein Kaffee und ein Gespräch mit Einheimischen lohnen.
Lodges und Unterkünfte
Die Unterkünfte in Alaska sind oft Lodges, die in der Nähe von Nationalparks, Gletschern oder Seen liegen. Sie bieten meist einfachen, aber behaglichen Komfort, eine Terrasse mit Blick auf die Landschaft und ein Programm an Ausflügen. Weil die Saison kurz ist, sind sie in den Sommermonaten schnell belegt, und eine frühe Planung ist ratsam. In kleineren Orten übernehmen die Betreiber oft auch die Rolle von Gastgebern: Sie wissen, wo gerade Lachse laufen, welche Wanderung sich lohnt und wann der Himmel aufreißt.
Die Mitternachtssonne im Sommer bringt eine Besonderheit mit sich: Es wird kaum richtig dunkel, und viele Reisende sind überrascht, wie lang der Tag wirkt. Eine Schlafmaske gehört deshalb zum Gepäck, und Aktivitäten am späten Abend sind völlig normal.
Reisezeit und Aufbau der Route
Die Hauptsaison liegt im Sommer, wenn die Straßen offen, die Lodges geöffnet und die Tage lang sind. Im Frühsommer sind die Berge noch schneebedeckt, im Spätsommer färbt sich die Tundra, und im September zeigen sich erste Polarlichter. Außerhalb dieser Zeit schließen viele Betriebe, und die Straßen sind je nach Wetter nicht durchgehend befahrbar.
Beim Aufbau einer Route hilft eine einfache Regel: wenige Stationen, aber mit mehreren Nächten. Little America stellt Reisen in die USA individuell zusammen und arbeitet dafür mit Reiseexperten, die das Land kennen. Für Alaska heißt das, Strecken, Lodges und Ausflüge so zu verbinden, dass genügend Zeit für die Landschaft bleibt.


