Nachhilfe für Schüler


Warum gibt es einen Nachhilfe-Boom?

Die Nachhilfebranche erlebt seit einigen Jahren goldene Zeiten. Schüler, Studenten, Lehrer oder professionelle Lerninstitute helfen Schülern mit Leistungsdefiziten auf die Sprünge.

Nicht immer sind nur schlechte Zensuren der Grund für den Zusatzunterricht. Die wachsende Unzufriedenheit der Eltern über das mangelhafte deutsche Schulsystem beschert der „Nachhilfe-Industrie“ stetig steigenden Umsatz. Manche Schulen zeichnen sich durch chaotische Zustände aus und viele Lehrer sind hoffnungslos überfordert. Gleichzeitig wachsen auch die Anforderungen, die Unternehmen an ihre Arbeitnehmer stellen. Dabei ist es ihnen oftmals egal, ob ihre Angestellten schulpflichtige Kinder haben.

Die Eltern haben oft nicht die Zeit, die Geduld oder auch das Wissen, um ihren Kindern bei Hausaufgaben oder bei der Vorbereitung auf eine Klassenarbeit zu unterstützen. Sie müssten eigentlich all das ausgleichen, was in der Schule an individueller Förderung fehlt. Mittlerweile wird Nachhilfe nicht nur kurzzeitig in Anspruch genommen, um schulische Defizite auszugleichen, sondern sie ist zum Dauerzustand geworden.

Ein weiterer Grund für wachsende Nachfrage bzgl. Privatunterreicht ist auch das größer gewordene Anspruchsdenken. Nahmen Eltern für ihre Schützlinge früher Nachhilfe in Anspruch, wenn ein "mangelhaft" im Zeugnis drohte, ist die Erwartung an den Nachwuchs in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Oft sind Schüler und Eltern mit einer „3“ im Hauptfach nicht mehr zufrieden. Auch in den letzten Grundschulklassen wird verstärkt Nachhilfeunterricht genommen, um den Sprung auf das Gymnasium doch noch zu schaffen.

Was kann Nachhilfe leisten?

  • Lernstoff ausarbeiten, vertiefen, Lücken schließen.
  • Vermittlung von Lerntechniken
  • Konzentrationsübungen
  • Mangelnde Motivation beseitigen

bildungsdoc-hinweis. Eine Verbesserung des Schülers kann nicht mühelos erreicht und garantiert werden. I.d.R. benötigt der Schüler mindestens drei Monate, um versäumten Unterrichtsstoff aufzuholen und seine Lerneinstellung zu verbessern. Alle anderen Behauptungen sind unseriös.

Nachhilfe-Angebote

  • Du solltest zuerst versuchen, das Problem innerhalb der Schule zu lösen, z.B. durch ältere Schüler, bei denen die „Chemie“ zu jüngeren stimmt. Aber auch Studenten oder pensionierte Lehrer können oft einen guten Nachhilfeunterricht geben.
  • Findest du keine derartige Lösung, gibt es einen innovativen und flexiblen Nachhilfe-Markt, der sich überwiegend im Internet etabliert hat. Hier gibt es die unterschiedlichsten Angebote.
  • Du kannst aber auch ein professionelles Nachhilfeinstitut in Anspruch nehmen. Hier werden die Schüler i.d.R. in Gruppen unterrichtet (ca. 3 bis 5 Schüler). Die Zusammenstellung der Gruppen erfolgt anhand von Alter, Unterrichtsfach und Schulart (Gymnasium oder Real-/Mittelschule). Bei diesen Gruppenkursen gibt es festgelegte Unterrichtseinheiten (i.d.R. zwei Doppelstunden zu je 90 Minuten in der Woche) und die Kurse dauern i.d.R. sechs Monate. Es gibt für dich aber auch Ferienkurse und spezielle Kurse zur gezielten Prüfungsvorbereitung.

Auswahlkriterien für Nachhilfe-Anbieter

Nachhilfe darf in Deutschland jeder geben, ohne irgendeine Qualifikation nachweisen zu müssen. Deshalb solltest du die jeweilige Nachhilfeeinrichtung genau prüfen.

  • Besitzt der Nachhilfeanbieter ein Gütesiegel? Es gibt allerdings keine einheitlichen Standards.
  • Findet eine genaue Analyse des Lernproblems statt?
  • Ist die Schülergruppe in Alter, Größe und Lerninhalt homogen zusammengestellt?
  • Gibt es kurze Vertragslaufzeiten und wie sind die Kündigungsfristen?
  • Kennt sich der Nachhilfelehrer mit Lernstörungen aus?
  • Verfügt der Nachhilfelehrer über pädagogische Kenntnisse?
  • Kann der Nachhilfelehrer den Lernstoff gut vermitteln?
  • Welche Methoden/Materialien werden im Unterricht angewendet bzw. verwendet?
  • Ist ein kostenloser Probeunterricht möglich?
  • Passt mein Kind zum Nachhilfelehrer? „Chemie“ sollte stimmen!
  • Wo findet der Nachhilfeunterricht statt? Sind die Räume freundlich und hell?

bildungsdoc-fazit. Wie überall gibt es gute und weniger gute Anbieter. Vorteilhaft ist sicher der private Unterricht, da sich hier der Privatlehrer auf nur einen Schüler - mit seinen Stärken und Schwächen - konzentrieren kann. Schüler, die sich leicht ablenken lassen, sollten diese Unterrichtsform nutzen. Der Unterricht in kleinen Gruppen dagegen bietet andere Vorteile. Schüler müssen nicht alleine lernen und können sich gegenseitig motivieren. Sie haben neue soziale Kontakte. Sie lernen gemeinsam mit Schülern, die auch Schwächen haben. Außerdem lernen sie auch, anderen zu helfen und sich besser miteinander zu vertragen.

Was darf Nachhilfe kosten?

Auch in der „Nachhilfe“ ist in letzter Zeit eine "Dumping-Preis-Mentalität" zu beobachten. Eine immer größer werdende Anzahl von Eltern möchte zwar eine Top-Qualität bei den Nachhilfestunden für ihren schwächelnden Nachwuchs geboten bekommen, ist aber nicht bereit, eine angemessene Vergütung dafür zu zahlen.

Top-Qualität heißt für diese Eltern, top ausgebildete Lehrer sollen ihr leistungsschwaches Kind in kürzester Zeit von einer „5“ zu einer guten bis befriedigenden Note torpedieren. Gleichzeitig soll der Top-Lehrer „nebenbei“ auch noch die Lerneinstellung dauerhaft positiv verändern. Das ist eine fatale Entwicklung, wenn man bedenkt, dass z.B. für iPhone oder kostspielige Elektronik Summen bezahlt werden, die man für Bildung nicht bereit ist, zu investieren.

Fundamentale Nachhilfe, die den Schüler fachlich so absichert, dass er dem Unterrichtsstoff wieder von allein folgen kann, ist arbeits- und zeitintensiv. Außerdem bedarf es einiger pädagogischen Fähigkeiten, leistungsschwache Schüler dauerhaft positiv zu motivieren. Eltern sollten sich fragen, ob sie in Zukunft eine „Nachhilfe“ in Anspruch nehmen möchten, die von „Aushilfsjobbern“ für unter 10 € pro Stunde durchgeführt wird. Das Motto lautet dann zu jeder Stunde: Dabei sein ist alles!

bildungsdoc-tipp. Online-Nachhilfe auf der Überholspur
Vorreiter im Bereich effektiver Online-Nachhilfe ist hierzulande das mehrfach ausgezeichnete Lernvideoportal sofatutor, welches mit Partnern wie dem Klett Schulbuchverlag eine preisgünstige Alternative zur klassischen Nachhilfe bietet. Mit über 6.000 fachlich und didaktisch geprüften Lernvideos in 18 Fächern und den wichtigsten Uni-Fachbereichen, wird hier ein extrem breit gefächertes Angebot zur Verfügung gestellt.

Das prämierte Online-Lern-System setzt dabei auf Videos, die in ihrer Länge und Aufbereitung die Aufmerksamkeitsspanne des Lernenden optimal ausnutzen und das neue Wissen durch anschließende Verständnis-Fragen überprüfen. In dem Bewusstsein, dass viele Schüler große Probleme im Fach Mathematik haben, stehen den Abonnenten neben hunderten Mathe-Nachhilfe-Videos auch ein täglicher Mathe-Live-Chat zur Verfügung, in dem Probleme mit erfahrenden Lehrern besprochen und gelöst werden können. Die gut strukturierten Fach-Übersichtsseiten sorgen für eine ausgesprochen hohe Nutzerfreundlichkeit, hier gut zu sehen im Bereich Mathematik Nachhilfe. Um Nachhilfe-Suchende noch gezielter auf Prüfungen vorzubereiten, gibt es auch einzelne Kurse, welche sich explizit mit einem bestimmten Themenbereich befassen. Das erklärte Ziel der Plattform ist dabei die Förderung des eigenständigen Übens sowie eine langfristige Leistungssteigerung, um gute Noten und eine Versetzung zu garantieren.

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