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Online Handel: Die neuesten Zahlen und Prognosen

Mit nur einem Mausklick Kleidung, Elektrogeräte und vieles mehr zu kaufen ist heute nichts Besonderes mehr. Studien zufolge kaufen mittlerweile mehr als neun von 10 Internetusern in Deutschland auch online ein. Besonders stark spürt der E-Commerce den Weihnachtshandel: rund ein Fünftel aller Kunden kaufen ihre Geschenke zumindest zum Teil online ein. Doch das digitale Zeitalter betrifft auch viele andere Branchen.

Gesetz beeinflusst online Glückspiel

Für viele Jahre waren Sportwetten in den USA verboten. Nur in Nevada und in Las Vegas gab es für lange Zeit Ausnahmegenehmigungen. Dabei sind viele der 325 Millionen Einwohner wahre Sportfanatiker und lieben es, beim Football, Basketball, Baseball oder Eishockey ihre Tipps abzugeben. Nach einer von der American Gaming Association veröffentlichen Studie beläuft sich das Geschäft bei den unregulierten Sportwetten auf 150 Milliarden Dollar.

 

Im Jahr 2018 gelang endlich der von der Glückspielindustrie langersehnte Durchbruch: Der Supreme Court entschied, dass künftig die Bundesstaaten autonom regeln sollten, ob sie Sportwetten erlauben oder nicht.  Vor allem für die Wettanbieter ist dieses Urteil signifikant: sie wittern das große Geschäft. Die Entscheidung fiel übrigens aufgrund einer Klage des Staates New Jersey. Da sich hier mit Atlantik City die zweitgrößte Glückspielhochburg der Vereinigten Staaten nach Las Vegas befindet, wollte man sich Zusatzeinnahmen durch den Wettsektor sichern. Das Urteil des Supreme Court ist vermutlich mit ein Grund, warum Experten bis zum Jahr 2024 einen Gesamtumsatz von 85 Milliarden Euro im online Glückspielsektor erwarten.

Die Online Glückspielbranche mit Anbietern wie NetBet Casino und vielen weiteren Casinos und Wettbüros in der virtuellen Welt boomt auch deswegen, weil Kunden der wachsenden Digitalisierung positiv gegenüberstehen und sich die technischen Standards weiterentwickeln. Sowohl sie Sicherheit im Zahlungsverkehr als auch der Datenschutz haben sich in den letzten Jahren signifikant verbessert.

Online Shopping mit Billionen Umsätzen

Weltweit gehen die Prognosen von einem Umsatz in der E-Commerce Branche von 3,22 Billionen Euro für das Jahr 2019 aus. Doch auch für die Folgejahre wird ein signifikantes Wachstum erwartet: Bis 2022 wird der Umsatz vermutlich auf 5,91 Billionen Euro steigen. Die meisten Kunden nutzen heute Desktop-PCs oder Laptops für ihren Einkauf in der virtuellen Welt, doch das Smartphone holt merklich auf. Mobiles Einkaufen von unterwegs liegt immer mehr im Trend, daher bieten viele Händler bereits perfekt auf die kleinen Smartphone Display zugeschnittene Lösungen an.

 

Einer Studie von Eurostat zufolge kaufen Deutsche besonders gerne online ein. Rund 77 Prozent der Befragten haben an, innerhalb des letzten Jahres Waren im Internet eingekauft zu haben. Immer mehr stationäre Händler erkennen diesen Trend und bieten ihre Waren auf großen Marktplätzen wie eBay oder Amazon an. In den Niederlanden kaufen acht von zehn Befragten online ein, in Großbritannien waren es 83 und in Dänemark 84 Prozent. Weniger verbreitet ist Onlineshopping z.B. in Montenegro: Hier nutzt nur jeder zehnte Befragte die virtuelle Welt zum Einkaufen.

Wo und was Kunden online einkaufen

Die meisten User nutzen fünf bis sechs Anbieter regelmäßig, um ihre Einkäufe online zu tätigen. Mehr als die Hälfte der Kunden hat in den letzten 12 Monaten etwas bei Amazon bestellt. Der weltweite Umsatz des Marktgiganten belief sich im Jahr 2018 auf 232,89 Milliarden US-Dollar. Auch in Deutschland freut sich das Unternehmen über signifikante Zuwächse: 19,9 Milliarden Dollar wurden hier erwirtschaftet.

Jüngere Kunden bis 29 Jahre kaufen bevorzugt Mode, Accessoires und Schuhe im Internet ein. Bei der älteren Generation sind Arzneimittel besonders gefragt. Sie nutzen den Online Handel, um sich Medikamente nach Haus zustellen zu lassen. Auch Möbel und Spielzeug zählen zu den Waren, die besonders gerne in den virtuellen Einkaufskörben landen. Auch Bücher, CDs und DVDs stehen auf den Einkaufslisten ganz oben. In Deutschland zeigen sich Kunden beim Online Einkauf von Lebensmitteln noch zögerlich. Dabei wächst dieser Sektor vor allem in den USA enorm. Für 2019 wird ein Umsatz von 24,33 Milliarden Euro prognostiziert.

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