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Private Weiterbildung, Checkliste zur Weiterbildung

Weiterbildungsanbieter ermöglichen Lebenslanges Lernen

Weiterbildung durch Lebenlanges Lernen

Lebenslanges Lernen: Fast jeder zweite Deutsche tut es

Die Bedeutung des Lebenslangen Lernens zur Deckung des Qualifikationsbedarfs wird zukünftig weiter steigen. Das liegt vor allem an beschleunigten Innovationszyklen, da sich das Wissen aller fünf bis zwölf Jahre verdoppelt. Auch der technologische Fortschritt, ein stetig steigender Anteil wissensbasierter Tätigkeiten, die demografisch bedingte Verknappung des Arbeitskräftepotenzials machen die kontinuierliche Weiterbildung unverzichtbar. Bildest du dich weiter, sicherst du deinen Arbeitsplatz, kannst höherwertige Tätigkeiten übernehmen und beruflich aufsteigen.

Warum ist Lebenslanges Lernen ein MUSS?

Weiterbildung und Zusatzqualifikationen "lieben" Personaler. Du solltest also eine hohe Motivation besitzen, Neues zu lernen. Du sicherst deinen Job und findest bei unverschuldetem Jobverlust schneller einen neuen. Auch finanziell ist es vorteilhaft, da viele Unternehmen eine Weiterbildung mit einer Gehaltserhöhung belohnen. Neben dem Besuch von Weiterbildungsschulen steigt die Nachfrage nach Fernunterricht, da dieser berufsbegleitend absolviert werden kann. Du gibst weder Arbeitsplatz noch geregeltes Einkommen auf. Nutze zur Finanzierung deiner Weiterbildung die Förderprogramme von Bund und EU.

bildungsdoc-tipp. Ob du eine Weiterbildung brauchst, kannst du schnell herausfinden. Schau im eigenen Berufsbereich nach aktuellen Stellenanzeigen. Sind im Anforderungsprofil Qualifikationen enthalten, die du nicht hast, wird es Zeit für eine Weiterbildung. Oder du lässt dir vom Chef ein Feedback zu deinen Schwächen geben.

Checkliste: Wie findest du die passende Weiterbildung?

Was sind deine Weiterbildungsziele? Was möchtest du erreichen: Willst du dich beruflich umorientieren, deine vorhandenen Kompetenzen an die Arbeitsmarktentwicklungen anpassen, die nächste Karrierestufe vorbereiten?
Wie ist dein aktueller Bildungsstand? Welche Voraussetzungen bringst du mit? Welche Berufserfahrungen und Abschlüsse hast du? Was sind deine Stärken und Schwächen, was sind deine Kompetenzen?
Was solltest du können? Bereitest du deinen Aufstieg vor, solltest du überlegen, welche Kompetenzen und welches Know-how in der nächsten Karrierestufe gefragt sind: Fehlt dir Fachwissen oder sind deine Managementfähigkeiten noch nicht ausreichend? Wenn du unsicher bist, bitte deinen Chef um eine Einschätzung.
Wie sehen Zeitmanagement und finanzielle Situation bei dir aus? Lassen Finanzen, die berufliche und familiäre Situation eine Weiterbildung zu? Wie viel Zeit steht dir zur Verfügung? Ist es wenig, wähle ein E-Learning-Programm. Beachte: Wenn du deine Managementfähigkeiten verbessern willst, sind diese Programme meist ungeeignet.
Welche Weiterbildungsanbieter sind geeignet? Sei bei der Kursauswahl kritisch. Nicht jeder Anbieter ist seriös und kompetent. Sicher gehst du, wenn du dich im Unternehmen nach Weiterbildungsprogrammen erkundigst. Passen diese nicht zu deinen Zielen, suche in Weiterbildungsdatenbanken nach entsprechenden Anbietern.
Kann dich dein Arbeitgeber bei deinen Weiterbildungsplänen unterstützen? Frage deinen Vorgesetzten, ob das Unternehmen die Kosten vollständig oder teilweise übernimmt. Oft behält sich der Arbeitgeber vor, dass die Kosten vom Arbeitnehmer zurückgezahlt werden müssen, wenn er in einem bestimmten Zeitraum das Arbeitsverhältnis kündigt. Durch eine Rückzahlungsklausel kann dein Recht auf einen Arbeitsplatzwechsel über Jahre eingeschränkt sein. Kläre, ob du Bildungsurlaub beantragen bzw. für die Zeit der Weiterbildung freigestellt werden kannst.

Wie findest du den passenden Weiterbildungskurs?

Beantworte folgende Fragen, verschaffe dir einen Überblick:
  • Was möchtest du beruflich erreichen und welche Qualifikationen fehlen dir zur Weiterentwicklung?
  • Wie möchtest du lernen – per Fernunterricht, Fernstudium oder im Präsenzkurs?
  • Checke Weiterbildungsdatenbanken. Sie geben dir einen Überblick über das aktuelle Kursangebot.
  • Lass dir vom Weiterbildungsanbieter Info-Material zusenden. Wichtige Einblicke in die angebotenen Kurse bietet oft die Website des jeweiligen Anbieters.
  • Checkliste für Weiterbildungsinteressierte

Wann ist der richtige Zeitpunkt für Weiterbildung?

  • Nach Beendigung des Erststudiums wird die erste Entscheidung fällig. Lieber erst einmal Praxiserfahrungen sammeln und Geld verdienen oder gleich weiterqualifizieren – z.B. vom Bachelor zum Master.
  • Bist du im Berufsleben und dein Arbeitgeber zeigt keine Aktivitäten bzgl. einer Weiterbildung, obwohl du dich gern weiterentwickeln möchtest, dann sprich ihn an. Deine Pläne musst du mit deinem Arbeitgeber besprechen, weil er sich dann mit dir beraten kann, welche Weiterbildung optimal für dich und das Unternehmen ist.
  • Bietet dir dein Arbeitgeber eine Weiterbildungsmaßnahme an, dann checke sie und sage möglichst kurzfristig zu. Eine Weiterbildung macht dich garantiert nicht dümmer und du kannst davon ausgehen, dass dein Arbeitgeber genau geprüft hat, ob diese Maßnahme zu dir passt oder nicht. Schließlich bezahlt er sie auch.
  • Bei Arbeitslosigkeit bzw. Arbeitssuche solltest du jede Möglichkeit nutzen, dich sinnvoll(!) weiterzubilden. Dazu gehören auch Tages- oder Wochenseminare. Prüfe vorher gezielt, welche finanziellen Förderungen du nutzen kannst und wann und wo du diese beantragen musst.

Weiterbildung bildungsdoc-tipp. Sagt dir dein Bachgefühl, dass du noch weitere Infos benötigst, dann frage bei den Bildungsberatern der Industrie- und Handelskammern nach. Sie haben neben professionellen Rat oft auch einen guten Überblick über die einzelnen Branchen und deren Entwicklung. Aber Vorsicht! Kammern versprechen objektive Ratschläge, obwohl sie auch selbst Weiterbildungsanbieter sind.

Was kennzeichnet gute Weiterbildungsanbieter?

  • Macht der Weiterbildungsanbieter in seinem Kursangebot klare Angaben, u.a. zu notwendigen Vorkenntnissen, Zielgruppe, Inhalt, Zielen, Lernmethoden, Ort und Kosten, wie und was wird geprüft, wo findet die Prüfung statt.
  • Welche Lernmethoden erhöhen den Lernerfolg - z.B. Gruppenarbeit und praktische Übungen?
  • Welche Art von Zeugnis oder Zertifikat gibt es für den erfolgreichen Abschluss?
  • Welche fachlichen und didaktischen Qualifikationen hat der Trainer/Dozent?
  • Wie hoch sind die Kosten und sind diese auch vollständig aufgelistet?
  • Sind Weiterbildungsanbieter und Bildungsprogramme staatlich anerkannt?
  • Gibt es eine Beschränkung der Teilnehmerzahl?
  • Nutze auch die Checkliste des BiBB, die dich bei deiner Entscheidung für einen fachlich geeignetes und qualitativ hochwertiges Weiterbildungsprogramm unterstützt.

bildungsdoc-hinweis. Wenn du staatliche Förderung für dein Weiterbildungsprogramm in Anspruch nehmen möchtest, ist eine persönliche Beratung in einer der bundesweiten Beratungsstellen Voraussetzung. Hier werden Ziele und Maßnahmen, inklusive Weiterbildungsangebote besprochen. Nutze die Zeit vorm Besprechungstermin, um die Checkliste Weiterbildung konzentriert durchzuarbeiten.

Welche Vorteile hat ein berufsbegleitendes Studium?

Vorteil eines berufsbegleitenden Studiums ist, dass du deinen Job, und damit dein regelmäßiges Einkommen, nicht aufgegeben musst. Nachteilig ist die nicht zu unterschätzenden Doppelbelastung. Das Angebot an nebenberuflichen Studienmöglichkeiten ist in den letzten Jahren stark angestiegen – egal ob bei Präsenzstudium, Abendstudium, Fernstudium. Jeder, der ein berufsbegleitendes Studium beginnt, muss sich vorher die Frage stellen, welche Studienform für ihn die richtige ist.

Welche Vorteile haben weiterbildende Masterprogramme?

Bist du schon länger im Beruf, weißt du, welches Wissen dir fehlt. Viele Masterprogramme sind interdisziplinär, die Kommilitonen kommen aus unterschiedlichen Branchen und Berufen, sodass du gute Netzwerke aufbauen kannst. Voraussetzung ist meist eine mindestens einjährige Berufserfahrung. Oft werden die Programme berufsbegleitend in Teilzeit angeboten – entweder als Onlinestudium mit einigen Vor-Ort-Veranstaltungen oder als Präsenzstudium an Wochenenden und Ecktagen wie Montag oder Freitag. Die Kosten für diese Masterprogramme können, müssen aber nicht, hoch sein. Firmen entdecken zudem den berufsbegleitenden Master als effektive Weiterbildungsmaßnahme für ihre engagiertesten Mitarbeiter und bezahlen das Masterprogramm komplett oder anteilig. Von den weiterbildenden Mastern ist der auf die Vermittlung von Managementwissen ausgerichtete MBA am bekanntesten.

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