Die Zahl der privaten Hochschulen nimmt stetig zu, da die Nachfrage immer größer wird. Die Vorteile einer privaten Hochschule gegenüber einer staatlichen Hochschule überwiegen. Wer über das nötige Kleingeld für die teils erheblichen Studiengebühren verfügt, kann u.a. auf einen schnellen Berufseinstieg hoffen. Dieser wird von den privaten Hochschulen dadurch erreicht, dass du schon frühzeitig - durch Praktika oder ähnliches - Kontakte zu Unternehmen knüpfen kannst. Vorlesungen werden teilweise durch Persönlichkeiten aus der Praxis gehalten, die dir so einen guten Einblick in die Praxis vermitteln, welcher an staatlichen Hochschulen oftmals fehlt.
Das Studium an einer privaten Universität oder Fachhochschule ist stark verschult, d.h., dass du als Student aktiv betreust wirst. Dies hat den Vorteil, dass der Professor genau weiß, in welchen Fächern du Stärken oder Schwächen hast. Somit kann er dich gezielt unterstützen. Private Einrichtungen legen sehr großen Wert auf Qualität und Lehre.
Private Einrichtungen können i.d.R. bessere Gehälter für die Professoren zahlen. Deshalb sind auch gute Professoren an diesen Bildungseinrichtungen tätig. Aufgrund der Selbstverwaltung der Privaten Hochschulen sind Computerräume und Bibliotheken oft 24h an jedem Tag der Woche geöffnet.
Du solltest aber auch wissen, dass während des Studiums oftmals nicht die wissenschaftliche Forschung im Vordergrund steht, sondern die gezielte Ausbildung primär betrachtet wird. Ist dir aber die Forschung wichtig, dann suche dir die entsprechende Bildungseinrichtung heraus. Denn auch bei den Privaten gibt es Hochschulen mit Forschungseinrichtungen.
Private Hochschulen werden häufig von Unternehmen gefördert. Das bedingt i.d.R. eine größere Nähe zu den fördernden Unternehmen. Verstärkt wird dieser positive Umstand auch noch dadurch, dass teilweise Unternehmensvertreter in den Beiräten der Hochschulen sitzen und so wichtige Impulse geben können, die für die Lehre und damit für dich von großem Vorteil sein können. Praktikumsplätze und Einstiegsmöglichkeiten nach dem Studium sind weitere Vorteile aus dieser intensiven Zusammenarbeit.
An privaten Hochschulen findest du selten riesige Hörsäle. Vielmehr bekommst du den Lehrstoff in kleinen Seminarräumen mit überschaubaren Gruppen durch Professoren vermittelt. Es herrscht ein familiäres Umfeld. Du stehst mit deinen Professoren im direkten Austausch. Ein Professor betreut i.d.R. 10 bis 20 Studenten.
Die Räumlichkeiten an der privaten Hochschule sind sehr gut ausgestattet. Die Gruppengröße, das Betreuungsverhältnis von Professor zu Student sowie die Ausstattung von Bibliotheken und IT werden vermutlich auch in Zukunft bei den Staatlichen nicht den Standard der Privaten erreichen.
Projektarbeiten oder Präsentationsübungen machen in kleinen Gruppen viel mehr Spaß und sind natürlich effektiver. Außerdem trägt auch das Vorhandensein von ausreichend Fachbüchern und Studienliteratur dazu bei, dass du eine optimale Prüfungsvorbereitung garantiert bekommst.
Das wichtigste Gütesiegel für private Hochschulen sind die Studenten. Die Hochschulen haben großes Interesse daran, nur die Studenten aufzunehmen, die auch das Potenzial haben, ein anspruchsvolles Studium mit der entsprechenden Einstellung und Energie erfolgreich zu bestehen. Da du als Student Gebühren bezahlen musst, gehen die privaten Hochschulen sehr verantwortungsvoll mit der Zulassung um. Das Aufnahmeverfahren trägt zur Überprüfung bei, ob du tatsächlich die erforderliche Lern- und Leistungsbereitschaft mitbringst und du dich wirklich für den gewählten Studiengang interessiert.
Alumni, also die Ehemaligen-Organisationen der privaten Hochschulen, sind aufgrund der überschaubaren Anzahl der Studenten kleiner und deshalb auch leichter zu organisieren. Das Resultat sind zumeist enge und intensive Verbindungen. Die Alumni-Netzwerke großer staatlicher Unis sind größtenteils auch professionell geführt, aber aufgrund der Größe schwerer zu händeln. Bei den kleineren privaten Organisationen kannst du schneller Netzwerke für dein weiteres Leben knüpfen.
Als Absolvent einer privaten Hochschule hast du i.d.R. bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. So führt die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft bei privaten Hochschulen/Universitäten u.a. dazu, dass sich die Firmen die passenden Mitarbeiter bereits in der Hochschule aussuchen.
bildungsdoc-tipp. Hast du eine private Hochschule gefunden, die dich interessiert, achte darauf, dass die Studiengänge akkreditiert sind. Diese Akkreditierung ist ein Qualitätssiegel, das im Auftrag des Akkreditierungsrats vergeben wird und dir so zusichert, dass die private Hochschule staatlich anerkannt ist.
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