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Erasmus: Checkliste für ein gelungenes Auslandssemester

Checklisten Auslandssemester

Studieren und dabei was von der Welt sehen – für viele Studenten stellt das Auslandssemester das Highlight ihrer Studienzeit dar. So ein Auslandsaufenthalt macht sich nicht nur gut im Lebenslauf, man sammelt auch Erfahrungen fürs Leben, festigt seine Sprachkenntnisse und erweitert seinen Horizont. So aufregend ein solches Semester auch ist, die Fortbildung sollte dabei natürlich im Vordergrund stehen.

Um dieses Bildungsinteresse zu fördern, wurde bereits 1987 das Erasmus-Programm von der EU ins Leben gerufen. Das Förderprogramm ermöglicht es jährlich tausenden von Studenten an einer ausländischen Universität zu studieren. Doch bevor das Abenteuer „Auslandssemester“ beginnen kann, muss so einiges organisiert werden. Damit alles glatt läuft, haben wir eine Erasmus-Checkliste für Euch zusammengestellt, die Euch Schritt für Schritt zu einem gelungenen Auslandssemester verhilft.

1. Frühzeitige Planung – das A und O

Das A und O bei einem Erasmus-Semester ist die frühzeitige Planung. Ihr solltet mindestens 14 Monate vor dem Reiseantritt mit den Vorbereitungen beginnen. Das liegt vor allem an den Bewerbungsfristen für das Förderprogramm. Ihr müsst Euch sowohl an Eurer Universität für den Auslandsaufenthalt anmelden als auch eine Bewerbung an die Partneruniversität im Ausland schicken. Die genauen Termine für den Bewerbungsschluss findet Ihr dabei auf der Website Eurer Uni – pauschale Angaben sind hier nicht möglich.

Auch die Bewerbung selbst sollte man nicht unterschätzen. Die Partneruniversitäten verlangen in den meisten Fällen ein Motivationsschreiben sowie sämtliche Unterlagen in englischer Sprache. Alle Formulare stehen online zur Verfügung, außerdem findet Ihr im Internet Informationen zu den Voraussetzungen und benötigten Unterlagen. Sobald Ihr alle nötigen Formulare und Bewerbungsunterlagen vorliegen habt, gilt es sie zeitnah dem Auslandbeauftragten Eurer Uni auszuhändigen. Damit ist der erste und mühsamste Schritt schon mal getan!

Erasmus Checklisten

2. Urlaubssemester beantragen

Je nachdem, für welches Land und welche Partneruniversität Ihr Euch entscheidet, kann es zu Überschneidungen in Hinblick auf die Vorlesungsintervalle kommen. Informiert Euch frühzeitig über die Semesterferien und Vorlesungszeiten Eurer Wunschuni im Ausland. Sollte es zu Überschneidungen kommen, macht es Sinn, ein Urlaubssemester zu beantragen. Ihr bleibt an Eurer Heimatuni zwar immatrikuliert, seid aber flexibler und könnt gegebenenfalls noch eine Rundreise machen – schließlich soll man das Land und dessen Kultur von allen Seiten kennen lernen.

3. Wohnungssuche und günstige Flugtickets

Zugegeben, die Wohnungssuche ist mühsam. Doch Ihr werdet bei einem Erasmussemester mindestens drei Monate im Ausland verbringen, weshalb eine dauerhafte Bleibe unabdingbar ist. In vielen Fällen bieten die Hochschulen Hilfe bei der Zimmersuche an. Gute Adressen sind beispielsweise Wohnheime in der Nähe der Universität. Auch Online-Plattformen wie wg-gesucht.de können helfen, von Deutschland aus eine Wohnung in der Ferne zu finden. Da Ihr Euch schon sehr früh für Euer Auslandssemester bewerben müsst, habt Ihr gute Chancen ein WG-Zimmer zu ergattern.

Den größten Fehler, den man hier machen kann, ist bis kurz vor knapp mit der Wohnungssuche zu warten. Sollte es dennoch zu Schwierigkeiten kommen, könnt Ihr Euch auch erstmal ein Zimmer zur Untermiete holen und dann direkt vor Ort nach etwas Dauerhaftem suchen. Nutzt die Kontakte, die Ihr schließt – Vitamin B ist bei der Wohnungsfindung in Metropolen Gold wert! Auch bei der Buchung der Flüge gilt: Wer früh bucht, spart Bares.

4. Informationsveranstaltungen besuchen

Um unangenehme Überraschungen im Ausland zu vermeiden, lohnt es sich als Vorbereitung angebotene Veranstaltungen Eurer Universität zu besuchen. Dort bekommt Ihr einen Einblick, was Euch im Gastland erwartet und könnt Euch mit anderen Kommilitonen austauschen. Bestandteil solcher Zusammenkünfte sind oft Beiträge ehemaliger Auslandsstudenten, die Euch wertvolle Kontakte und Tipps mit auf dem Weg geben können. Auch Facebook-Gruppen und Foren sind in der Regel eine gute Anlaufstelle, um sich vorab zu informieren.

Erasmus Studium

5. Visum und Auslandskrankenversicherung

Die ersten Hürden geschafft? Prima! Jetzt geht es darum, sich um die kleineren, aber ebenso wichtigen Zusatzdinge zu kümmern. Als erstes ist hier das Visum zu nennen. Solange Ihr Euch in den Ländern der EU befindet, ist kein Visum nötig. Sofern Ihr Euch für eine Uni außerhalb des Schengen-Raums entscheidet, gilt die Visumspflicht. Informiert Euch frühzeitig über die jeweiligen Bestimmungen, eine gute Anlaufstelle ist hier die Webseite des Auswärtigen Amtes.

Auch eine Auslandskrankenversicherung ist dringend zu empfehlen. Als EU-Bürger befindet sich auf Eurer Krankenversicherungskarte der EHIC-Chip. Dieser Chip ermöglicht es Euch in allen Ländern der EU medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen – aber eben nur in Notfällen. Deshalb solltet Ihr das Geld in die Hand nehmen und eine zusätzliche Auslandsversicherung abschließen. Für Studenten gibt es kostengünstige Tarife.

6. Finanziell entspannt ins Auslandssemester

Zahlungsmethoden, welche in Deutschland üblich sind, stoßen im Ausland häufig an ihre Grenzen. Fremde Währungen und geringe Akzeptanz der EC-Karte können problematisch sein, wenn man sich ausschließlich darauf verlässt. Wer noch keine Kreditkarte besitzt, sollte sich deshalb eine für das Auslandssemester besorgen. Kreditkarten sind im Gegensatz zur EC-Karte international anerkannte Zahlungsmittel und garantieren so eine flächendeckende Akzeptanz. Bargeld abheben und in Geschäften bargeldlos bezahlen ist so problemlos möglich.

Da Kreditkarten durch ihren teils hohen Kreditrahmen aus Bonitätsgründen nicht immer an Studenten vergeben werden, kann eine Prepaid Kreditkarte von Vorteil sein. Prepaid Karten sind vollwertige Kreditkarten und werden weltweit akzeptiert. Da sie keinen Kreditrahmen besitzen, sind sie im Falle von Kreditkartenmissbrauch oder Diebstahl viel sicherer als herkömmliche Kreditkarten – eine Überziehung ist nicht möglich. Sollte es tatsächlich zu Verlust der Karte kommen, könnt Ihr sie jederzeit beim internationalen Sperrnotruf unter der 116 116 sperren lassen.