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Was ist ein Bachelor Studium? Was sind Credit Points?

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein bis zwei Auslandssemester beim Bachelor?

Was ist ein Bachelor Studium?

Wissenswertes: Was ist ein Bachelor Studium?

Der Bachelor wird von staatlichen und anerkannten (privaten) Unis, Hochschulen und Berufsakademien verliehen. Die Regelstudienzeit beträgt 6-8 Semester und wird mit der Bachelorarbeit abgeschlossen. Der Bachelorabschluss ist der erste, häufig berufsqualifizierende, Hochschulabschluss. Nach drei Jahren steigst du ins Berufsleben ein oder beginnst ein Master Studium. Hier kannst du dich spezialisieren, weil du jetzt weißt, wo deine Stärken und Interessen liegen. Das ist ein wesentlicher Vorteil der gestuften Abschlüsse. Der Bachelor ist zweistufig aufgebaut:
  • Grundständig: Studiengang "nur" mit Abschluss "Bachelor"
  • Konsekutiv: Studiengang mit grundständigen Bachelor-Abschluss und inhaltlich darauf aufbauenden Master

bildungsdoc-tipp. Dein Bachelor Studium sollte vor allem eine breite akademische Qualifizierung bieten, um dir möglichst viele berufliche Wege offen zu halten. Schließlich weißt du zu Studienbeginn noch nicht, was du später einmal genau beruflich machen wirst.

Was sind Module beim Bachelor Studium?

Bachelor ist in Module unterteilt: Ein Modul ist ein thematisch zusammenhängender Veranstaltungsblock mit verschiedenen Lehrveranstaltungen (Seminare, Vorlesungen, Übungen, etc.), die sich teilweise sogar über mehrere Semester erstrecken. Abgeschlossen wird ein Modul i.d.R. mit einer Prüfung oder Seminararbeit. Pflichtmodule müssen absolviert werden. Bei Wahl- und Wahlpflichtmodulen bleibt Studierenden mehr Gestaltungsspielraum.
Vorlesungen: Halten i.d.R. Professoren und die Studenten schreiben mit. Vorlesungen geben einen Überblick über ein Thema. Für Vorlesungen gibt es i.d.R. keine Anmeldepflicht für Studenten.
Seminare, Übungen, Tutorien: Der Vorlesungsstoff wird dabei vertieft. Die Seminare sollen die Studenten selbst mitgestalten. Sie arbeiten sich in die Literatur zum Thema ein, erarbeiten Diskussionsfragen und Thesen oder halten Referate, die sie allein oder in Arbeitsgruppen vorbereitet haben. Für Seminare musst du dich wegen der begrenzten Teilnehmerzahl oft schon vor Semesterbeginn einschreiben. Bei Hochschulen mit vielen Studenten ist der Andrang sehr groß. Du solltest dich rechtzeitig um einen Platz bemühen. Ansonsten kann es passieren, dass du ein ganzes Jahr lang wartest. Tutorien dienen der Nachbereitung von Seminaren oder Vorlesungen.

Wie werden Studienleistungen bewertet? Was sind Credit Points?

Je nach Fach und Thema in Klausuren, Seminararbeiten, schriftlichen oder mündlichen Prüfungen und oft auch in studentischen Projekten gibt es Noten von „1“ bis „5“. Alles was schlechter als "4,1" ist, gilt als nicht bestanden. Die Noten aller Module ergeben eine Gesamtnote, die mit der Note der Bachelorarbeit auf dem Studienabschluss steht. Zusätzlich zu den Noten im einzelnen Fach gibt es sogenannte Leistungspunkte (ECTS-Punkte oder Credit Points), die den Arbeitsaufwand für das jeweilige Modul, mit Vor- und Nachbereitung, widerspiegeln. Ein Credit Point entspricht 25-30 Stunden Arbeitszeit. Pro Semester kannst du ca. 30 Credit Points sammeln. In der Studienordnung steht, wie viele Credit Points du benötigst, um zur Bachelorarbeit zugelassen zu werden. ECTS-Noten und Credit Points sollen die Leistungen europaweit vergleichbar machen. Das vereinfacht u.a. auch das Auslandssemester während des Bachelor Studiums.

Wann kannst du ein Auslandssemester während des Bachelor Studiums absolvieren?

Auslandssemester beim Bachelor Studium

Der optimale Zeitpunkt für ein Auslandssemester ist das 2. Studienjahr. Im 1. Studienjahr musst du dich erst einmal zurechtfinden, im 3. Jahr steht bereits die Abschlussarbeit an. Beginne rechtzeitig mit der Organisation für ein bis zwei Auslandssemester. Für die Vorbereitung brauchst du ca. zwölf Monate. Eventuell geht es auch schneller, das liegt aber an dir. Alternativ ist auch Auslandspraktikum möglich.

Möglichkeiten für ein bis zwei Auslandssemester:
  • Frage an deiner Uni nach Hochschulpartnerschaften. Die ermöglichen dir, ein bis zwei Auslandssemester zu absolvieren, inklusive einiger finanzieller Vorteile.
  • Du kannst Bachelor Studiengänge mit Mobilitätsfenster nutzen. Hier sind ein bis zwei Auslandssemester oder ein Auslandspraktikum besonders zu empfehlen, weil du keine aufeinander aufbauenden Pflichtmodule verpasst.
  • Du kannst aber auch einen internationalen Studiengang wählen, indem du dein Studium in zwei Ländern verbringst und dabei am Ende einen Doppelabschluss von zwei Unis erlangst.
  • Du wählst einen Bachelor Plus, der vier Jahre dauert und indem ein volles Auslandsjahr integriert ist - Vorteile:
    • Auslandssemester und Auslandspraktikum sind im Studienverlauf vorgesehen. Es gibt keine Probleme bei der Anrechnung der erbrachten Leistungen. Der Organisationsaufwand ist geringer.
    • Qualifizierte Vermittlung von Theorie und Methoden sowie berufsbezogene Spezialisierung
    • Phase der Persönlichkeitsentwicklung während der Studienzeit ist länger
    • Auslandsaufenthalte zur Horizonterweiterung sind möglich
    • Bedürfnisse des Arbeitsmarktes werden besser erfüllt
    • Qualifizierung für den Beruf wird gewährleistet
    • Flexibilität der Studierenden erhöht sich
    • Berufspraktika sind möglich
    Nachteile
    • Mobilität für Studierende im nationalen und internationalen Bildungssystem - vom Bachelor zum Master - geht durch variable Regelstudienzeiten verloren. Hochschulwechsel nicht mehr automatisch gewährleistet.
    • Ein achtsemestriger Bachelor bedeutet, dass ein konsekutiver Master nach der bestehenden Gesetzgebung nur noch zwei Semester dauert.

bildungsdoc-tipp. Jeder Studierende sollte auf Grundlage seiner Zukunftspläne den für ihn richtigen Bachelor Studiengang wählen. Gehen die Interessen in Richtung Forschung, ist der sechssemestrige Bachelor die beste Entscheidung. Liegt die Zukunft allerdings in der Praxis, wird der achtsemestrige Bachelor den Ansprüchen eher gerecht. Jeder Studierende sollte deshalb seine Freiheit nutzen und die Regelstudienzeit als einen Rahmen und nicht aber als eine Vorschrift sehen.

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