Bachelor-Studiengang allgemein
Der Grad Bachelor wird von staatlichen und von anerkannten privaten Universitäten, Hochschulen und Berufsakademien verliehen. Ein Bachelor-Studiengang hat eine Regelstudienzeit von sechs oder sieben Semestern, kann aber auch acht Semester dauern und wird mit einer Bachelor-Arbeit abgeschlossen. Das Bachelor-Studium ist zweistufig aufgebaut. Es beinhaltet meist eine Praxisphase von bis zu einem Semester.
Der Bachelor-Abschluss ist der erste - häufig berufsqualifizierende - Hochschulabschluss.
Nach drei Jahren kannst du entweder ins Berufsleben einsteigen oder ein Master-Studium beginnen. Beim Master kannst du dich spezialisieren, weil dir bis dahin auch klar geworden ist, wo deine Stärken und Interessen liegen. Das ist ein wesentlicher Vorteil dieser gestuften Abschlüsse.
Was passiert in einem Modul?
- Das Studium ist in einzelne Module unterteilt, die aus verschiedenen Veranstaltungen zu einem Thema bestehen.
- Die Vorlesung hält ein Professor und die Studenten schreiben mit. Vorlesungen geben meist einen Überblick über ein Thema, das in einem Seminar vertieft wird.
- Für Vorlesungen gibt es i.d.R. keine Anmeldepflicht. Für Seminare musst du dich wegen der begrenzten Teilnehmerzahl oft schon vor Semesterbeginn einschreiben. Bei Hochschulen mit vielen Studenten ist der Andrang sehr groß, sodass du dich rechtzeitig um einen Platz bemühen solltest. Gehst du leer aus, kann es passieren, dass du ein ganzes Jahr lang warten musst.
- Seminare sollen die Studenten selbst mitgestalten. Sie arbeiten sich in die Literatur zum Thema ein, erarbeiten Diskussionsfragen und Thesen oder halten Referate, die sie allein oder in Arbeitsgruppen vorbereitet haben.
- Tutorien dienen der Nachbereitung von Seminaren oder Vorlesungen.
Was sind Credit Points?
- Wie in der Schule werden auch die Leistungen im Studium benotet – je nach Fach und Thema in Klausuren, Seminararbeiten, schriftlichen oder mündlichen Prüfungen und bisweilen auch in studentischen Projekten.
- Es werden Noten zwischen „1“ und „5“ vergeben. Alles was schlechter als 4,1 ist, gilt als nicht bestanden.
- Die Ergebnisse sämtlicher Module werden zu einer Gesamtnote verrechnet, die später zusammen mit der Note für die Bachelor-Arbeit auf dem Abschlusszeugnis steht.
- Unabhängig von den Noten sammeln die Studenten weitere Credit Pionts. Sie stehen für den Arbeitsaufwand [Workload], den eine Studieneinheit mit Vor- und Nachbereitung erfordert. Ein Credit Point entspricht 25 bis 30 Stunden Arbeitszeit. Pro Semester kannst du ca. 30 Credit Points sammeln. Bei einem sechssemestrigen Bachelor sind das insgesamt 180 Credit Points [ca. 5.400 Arbeitsstunden!].
- ECTS-Noten und Credit Points sollen die Leistungen europaweit vergleichbar machen. Das vereinfacht u.a. auch das Studium im Ausland während der Bachelor-Studiums.
Studiengänge beim Bachelor-Studium
- Grundständig wird nur mit Abschluss Bachelor angeboten.
- Konsekutiv wird mit einem grundständigen Bachelor-Abschluss und einem inhaltlich darauf aufbauenden Master-Studium angeboten.
Auslandsaufenthalt während des Bachelor-Studiums
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Seit Ende 2011 gibt es den Bachelor-Plus, der vier Jahre dauert und indem ein volles Auslandsjahr integriert ist. Der DAAD fördert den XXL-Bachelor [aktuell 65 geförderte Studiengänge/Stand: I.2012] und setzt dabei auf Qualität. Unterstützt werden nur Studiengänge, die verbindliche Abmachungen mit den Partnern im Ausland und einen klaren Nutzen für die Studierenden vorweisen.
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Weiterhin kannst du viele Studiengänge mit Mobilitätsfenster nutzen. Hier sind ein bis zwei Semester im Ausland oder ein Auslandspraktikum besonders zu empfehlen, weil du dabei keine aufeinander aufbauende Pflichtmodule im Bachelor-Studium verpasst.
Frage an deiner Uni nach Partnerschaften. Diese ermöglichen es dir, ein bis zwei abgestimmte Semester im Ausland zu absolvieren, inklusive einiger finanzieller Vorteile.
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Du kannst aber auch einen binationalen Studiengang wählen. Dabei studierst du 50% an einer deutschen und 50% an einer Uni im Ausland. Das ist zwar arbeitsintensiv, belohnt dich aber mit einem Doppelabschluss. Hochschulen mit binationalen Studiengängen
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Der richtige Zeitpunkt für den Gang in die Fremde ist das zweite Studienjahr. Im ersten Jahr musst du dich erst mal zurechtfinden, im dritten Jahr steht bereits die Abschlussarbeit an. Beginne rechtzeitig mit der Detailplanung für ein bis zwei Auslandssemester. Für die Vorbereitung brauchst du ca. zwölf Monate. Eventuell geht es auch schneller, das liegt aber an dir. Alternativ kannst du auch eines der sehr attraktiven Stellenangebote bei Auslandspraktika buchen.