Lernen mit Freunden oder lieber im „stillen“ Kinderzimmer – mit oder ohne Computer. Jeder muss herausfinden, wie er am besten lernt! Regelmäßig eine halbe Stunde üben erspart enormen Stress vor Prüfungen.
bildungsdoc-tipp. Lernen solltest du grundsätzlich nicht mit negativen Dingen verbinden, denn dadurch lernst du schlechter. Die Zeit für das Lernen ist so oder so weg. Also warum nicht in der gleichen Zeit erfolgreich lernen? Das kannst du, indem du dir klar machst, warum du den bestimmten Stoff jetzt lernen möchtest. Wenn du den Sinn in etwas siehst, fällt dir auch das Lernen leichter. Du kannst dich auch mit etwas schönem belohnen, wenn du mit dem Lernstoff fertig bist. Auch das motiviert!
Immer mehr Unternehmen betreiben Internetportale, mit denen Schüler u.a. Mathe, Physik und Sprachen lernen können. Die monatlichen Gebühren sind erträglich. Pädagogen sehen in den Angeboten eine gute Ergänzung zum täglichen Unterricht. Wie überall solltest du auch hier Angebote vergleichen und auf Qualität achten.
bildungsdoc-tipp. Eine Lernplattform im Internet solltest du erst einmal kostenlos testen, bevor du einen Abo-Vertrag abschließt. Ein guter Anbieter hat damit sicherlich keine Probleme. Außerdem ist es wichtig, auf eine sichere Datenübertragung zu achten. Diese erkennst du am „https“ am Anfang der Webadresse. Produkte, Leistungen und die Preisgestaltung sollten transparent sein und Informationen zum Anbieter sich leicht finden lassen.
Wenn Kinder Lernsoftware sehr intensiv nutzen, wirkt sich das positiv auf ihre schulischen Leistungen aus. Online-Lernangebote fördern u.a. auch die sprachlichen Fähigkeiten der Schüler besonders. Kinder, die dagegen intensiv auf dem PC spielen, bringen tendenziell weniger gute Schulnoten nach Hause. Deshalb sollten Eltern Computerspiele nur in Maßen zulassen.
Auch die Teilnahme an sozialen Netzwerken, wie SchülerVZ, wirkt sich positiv auf Schulleistungen aus. Wer regelmäßig auf deutsch und englisch plaudert, verbessert ganz nebenbei seine sprachlichen Fähigkeiten. Es kommt aber den richtigen Umgang und den Zeitaufwand an.
Lernportale für Schüler verpacken Wissen in Geschichten
Sofatutor | Nutzer finden auf der Plattform tausende Bildungsvideos. In den Clips erläutern Lehrer oder auch andere Personen die Lerninhalte. Im Prinzip kann jeder ein Lernvideo hochladen, wenn es die Prüfung beim Betreiber besteht. Für jeden Clip-Aufruf erhält der Produzent eine kleine Provision. Wer nur schauen will, für den sind die ersten dreißig Sekunden jedes Videos kostenlos. Für mehr Angebot ist eine Registrierung notwendig. Monatliche Kosten von ca. 10 €.
babbel | Das Portal enthält Kurse u.a. in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Indonesisch, Niederländisch, Polnisch, Türkisch. Ein Wiederholungsmanger passt die Übungen dem individuellen Lernfortschritt an. Die Community-Funktion ermöglicht es, Kontakt mit einloggten Lernenden aus der ganzen Welt aufzunehmen und so die jeweilige Sprache praktisch anzuwenden. Monatliche Kosten von 5 bis 10 €.
Scoyo | Für Schüler von der ersten bis zur siebten Klasse. Die Betreiber wollen den Lernstoff der wichtigsten Fächer in Animations- und Themenwelten vermitteln. Die Inhalte sind daher in kindgerechten, spannenden Geschichten verpackt. Anhand von Übungs- und Testaufgaben können die Schüler den gelernten Stoff überprüfen. Das Abo kostet je nach Dauer des Vertrags monatlich zwischen 10 bis 20 €.
Planet-TMX | Die Betreiber des Vokabeltrainers haben das altbekannte Karteikarten-System ins Web-Zeitalter übertragen. Das ermöglicht, die digitalen Kärtchen mit Bildern, Sounddateien zur Erläuterung der Aussprache, Infos über Synonyme und interaktiven Übungen aufzupeppen. Monatliche Kosten ca. 5 €.
bildungsdoc-fazit. Den normalen Unterricht können Lernportale nicht ersetzen. Ein Lehrer, der mit allen Merkmalen der Kommunikation wahrgenommen werden kann, ist als Modell für jeden Schüler wichtig. Mimik, Gestik und andere nonverbale Funktionen sind in der virtuellen Kommunikation schwer zu realisieren. Mischformen, in denen gewisse Anteile online stattfinden, wird die Zukunft gehören. Mischformen also, bei denen sich die Schüler einzelne Lektionen im Netz erarbeiten und so auf den Unterricht vorbereiten.